Schlimmer als der „worst case“: Ein Blick auf die Einzelhandelsbilanz nach 10 Jahre „Schlossarkaden“

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Vor 10 Jahren öffnete ECE ihr euphemistisch „Schloss-Arkaden“ getauftes Einkaufszentrum.

Die damaligen Befürworter des ECE - Dr. Gert Hoffmann, die IHK und die BZ - nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, eine Einzelhandelsbilanz zu ziehen. Ihrer Auffassung nach ist diese Bilanz überwältigend positiv. Der ehemalige OB brachte die vielstimmigen, aber gleichgerichteten Aussagen seiner damaligen Mitstreiter auf den Punkt, wenn er in der Jubiläumsveranstaltung der IHK am 27.03.2017 behauptete:

„Es hat selten eine so umstrittene historische Entscheidung gegeben, die sich im Nachhinein als so segensreich erwiesen hat.“ Die Kritiker hätten sich vollständig geirrt. Als Beleg dafür verwies er auf die Zahlen, die vorlägen.

Tatsächlich lesen sich einige Zahlen - oberflächlich und in gewisser Auswahl betrachtet - nicht unbedingt schlecht.

So reichte es Henning Noske in der BZ vom 30.03.2017, einfach souverän auf die dem Artikel beigefügten Statistiken von 2006 und 2014 zu verweisen, um die einsame Kritik von IHK-Vizepräsident und Graff-Geschäftsführer Joachim Wrensch, dass das ECE den Einzelhändlern in der City geschadet hätte, scheinbar zu entkräften. Alle relevanten Zahlen, von den Mieten über die Zentralität bis zum Umsatz, haben sich von 2006 bis 2014 jedenfalls dem Anschein nach verbessert.

Kniet man sich tiefer in alle Zahlen, die zur Verfügung stehen (und nicht nur in einige Zahlen zweier Jahrgänge), und versteht sie zu lesen, so ergibt sich ein ganz anderes Bild: die alte Braunschweiger City (ohne „Schlossarkaden“) steht - davon zeugen die Zahlen - dramatisch schlechter da in den Jahren vor ECE. Und es deutet alles darauf hin, dass dies zum erheblichen Teil von der ECE-Ansiedlung bewirkt wurde.

 

Die Umsatzzahlen der alten City vor und nach ECE

Wesentliche Kennziffern für das Wohlergehen einer Einzelhandelslage sind ihr Umsatz und die Größe ihrer Verkaufsflächen.

2002/2003 belief sich der Einzelhandels-Umsatz der City laut GfK-Prisma-Gutachten[1] auf 681 Mio € - bei cirka 160 000 qm Verkaufsfläche.

2014 belief sich der Einzelhandels-Umsatz der City incl. „Schlossarkaden“ laut Comfort-Gutachten[2] auf 730 Mio € - bei cirka 185 000 qm[3] Verkaufsfläche.

Das klingt zunächst nach einer moderaten Umsatzsteigerung der City als Ganzes. Zwischen 2003 und 2014 stiegen jedoch die Verbraucherpreise inflationsbedingt um ca. 20%. Inflationsbereinigt entsprechen 730 Mio € von 2014 also ca. 610 Mio € von 2003.

Das heißt: Die City incl. ECE-„Schlossarkaden“ hatte im Jahr 2014 in Preisen von 2003 10% weniger Umsatz als die City ohne ECE im Jahr 2003.

Der Umsatz der „Schlossarkaden“ lässt sich nur schätzen; ECE hält sich bedeckt. Bei einem konservativ angenommenen Umsatz von ca. 4000 €/ qm im Jahr und 30 000 qm reiner Verkaufsfläche werden es ungefähr 120 Mio € im Jahr sein. Der Umsatz der alten City wird also 2015 bei ungefähr 610 Mio € gelegen haben. Das sind in Preisen von 2003 ungefähr 510 Mio €.

Wie gesagt erzielte die alte City 2002/2003 - auf 160 000 qm Verkaufsfläche- 680 Mio € Umsatz. Die Umsatzeinbußen der alten City 2015 liegen gegenüber 2002/2003 also - bei gleicher Verkaufsfläche - inflationsbereinigt bei ungefähr 25%.

Hat das ECE also wirklich alle Erwartungen aufs Schönste erfüllt - wie die damaligen Befürworter des ECE-Projekts während der IHK-Veranstaltung zum ECE-Jubiläum nicht müde wurden zu betonen?

Im besagten GfK-Prisma-Gutachten, auf das die Stadt damals ihre Planungen stützte, wurde die Zukunft in 3 alternativen Szenarien antizipiert:

   Im Best-Case-Szenario wurde der City incl. ECE für das Jahr 2010 ein Umsatz von 823 Mio € vorausgesagt.

   Im Worst-Case-Szenario sollte der Umsatz der City incl. ECE 2010 708 Mio € betragen.

Wie gesagt lag der tatsächliche Umsatz der City incl. ECE im Jahr 2014 in Preisen von 2002/2003
bei nur 610 Mio €.

D.h.: Der Umsatz der City incl. ECE ist heute um cirka 14% geringer als es für den schlimmsten Fall von GfK-Prisma vorausgesagt worden war.

Eigentlich kein Grund zum Jubeln.

Taxistände am Friedrich-Wilhelm-Platz werden stark nachgefragt

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"Pressemitteilung"„Erfolgsmodell: Von der SPD-Fraktion initiierte Taxistände am Friedrich-Wilhelm-Platz werden stark nachgefragt“Die von der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig initiierten Taxenstände am Friedrich-Wilhelm-Platz entpuppen...

BIBS-Fraktion zum geplanten Projekt St. Leonhard

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Die BIBS-Fraktion begrüßt, dass die Stadtverwaltung sicherstellen wird, dass die Grundschüler der Hans-Georg-Karg-Schule auch während der Bauarbeiten auf der Großbaustelle des Quartiers St. Leonhard unter bestmöglichen Bedingungen unterrichtet werden können.
Dies sicherte Baudezernent Heinz-Georg Leuer zu und kündigte an, selbstverständlich das Gespräch mit allen Beteiligten zu suchen. Die BIBS-Fraktion hatte mit einem Antrag gefordert, dass Unterricht und Erholungspausen der angrenzenden Hans-Georg-Karg-Schule durch den Lärm und Staub der Arbeiten nicht unzumutbar gestört werden dürfen.

Neubaugebiet „Stöckheim- Süd“: Missachtung von Naturschutz und Bürgerbeteiligung

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Die BIBS-Fraktion kritisiert das Vorgehen der Stadtverwaltung beim geplanten Neubaugebiet „Stöckheim-Süd ST83“. Der Rat hatte in seiner Sitzung vom 21.02.2017 den Satzungsbeschluss gefasst. Darin enthalten waren Stellungnahmen und Anregungen, die Bürgerinnen und Bürgern gemäß § 4 (2) BauGB und § 2 (2) BauGB die vom Gesetz her vorgegebene Bürgerbeteiligung ermöglichen sollen. Der Rat folgte sämtlichen Anregungen nicht.

Nun aber stellte sich im Nachhinein durch einen Bericht in der Braunschweiger Zeitung vom 09.03.2017 heraus, dass die BürgerInnen durch ein „Verwaltungs-versehen“ offenbar gar nicht davon in Kenntnis gesetzt wurden, dass ihre gesetzlich verbindlich zu behandelnden Stellungnahmen in dieser Ratssitzung behandelt und negativ abgestimmt wurden.

Handlungskonzept für bezahlbares Wohnen

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Die Verwirklichung des „Handlungskonzepts für bezahlbares Wohnen“, das die SPD-Ratsfraktion im September 2016 erstmals in die politischen Gremien eingebracht hatte, nimmt Formen an. In ihrer Sitzung am Mittwoch, 15. März sprachen sich die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Sozial- und Gesundheitsausschuss für die entsprechende Vorlage der Verwaltung aus. Passiert diese auch noch den Verwaltungsausschuss, kann sie der Rat der Stadt am Dienstag, 28. März beschließen. „Das wäre im Grundsatz ein großer Schritt hin zu spürbar mehr Wohnraum in unserer Stadt“, freuen sich die SPD-Ratsfrau Nicole Palm, Vorsitzende des Planungs- und Umweltausschusses, und Annette Schütze, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Gesundheit.

Braunschweig präsentiert sich als kulturelles Reiseziel in Berlin

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Fünf Kontinente und 187 Länder zeigen ihre touristischen Angebote vom 8. bis 12. März 2017 auf der weltweit führenden Reisemesse, der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin. Auf dem Stand der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN) informiert die Braunschweig Stadtmarketing GmbH zusammen mit der Städte-Arbeitsgemeinschaft „aboutcities“ auch in diesem Jahr wieder über die kulturellen Höhepunkte in der Löwenstadt.
Die ITB in Berlin ist jedes Jahr Treffpunkt für Fach- und Privatbesucher, um die gesamte Vielfalt des Reisens zu erfahren. Als führende Plattform für das globale touristische Angebot ist auch die Löwenstadt zusammen mit der Städte-Arbeitsgemeinschaft „aboutcities“ und der Kooperation „9 Städte +1 in Niedersachsen“ vertreten und präsentieren ihre kulturellen Höhepunkten. Das 2016 neueröffnete Herzog Anton Ulrich-Museum zählt aufgrund seiner exquisiten Bestände zu den Top 20 der Kunstmuseen in Deutschland und ist zudem noch eines der ältesten Museen Europas. Mit rund 4.000 Kunstwerken aus 3.000 Jahren auf fast 4.000 Quadratmetern Fläche hat das Museum eine große Bedeutung für Braunschweig als Kulturreiseziel.

Die Außenansicht des 2016 neueröffneten Herzog Anton Ulrich-Museums.

(Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Daniel Möller)

Das Jahr 2017 steht auch in der Löwenstadt ganz im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Zahlreiche Institutionen und Initiativen nehmen das Jubiläum zum Anlass und richten Veranstaltungen, Lesungen, Kunstprojekte und Ausstellungen aus. Auch das Braunschweigische Landesmuseum und die Evangelische Akademie Abt Jerusalem blicken gemeinsam auf das Jahrhundert des Wandels. Die große Sonderausstellung „Im Aufbruch. Reformation 1517-1617“ entsteht in Kooperation mit der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig und der Ev.-luth. Landeskirche Hannover und ist vom 7. Mai bis 19. November an drei Standorten in der Stadt zu sehen.

Gesetz zur Stärkung und Weiterentwicklung des Zweckverbandes Grossraum Braunschweig

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"Pressemitteilung"   Die Fraktion Bündis90/DieGrünen im Zweckverband Grossraum Braunschweig ist sehr zufrieden mit dem heute im Landtag gefassten Beschluss zum ZGB-Gesetz. „Auch wenn am...

Kulturhöhepunkte 2017 auf der Messe „Reisen Hamburg“ – Braunschweig präsentiert sich in Hamburg

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Vom 8. bis 12. Februar 2017 stellt die Braunschweig Stadtmarketing GmbH auf der Messe „Reisen Hamburg“ die kulturellen Höhepunkte der Löwenstadt im Jahr 2017 vor. Im Fokus stehen dabei vor allem das Reformationsjubiläum und das neueröffnete Herzog Anton Ulrich-Museum, aber auch die vielfältigen Veranstaltungen, die während des gesamten Jahres stattfinden, sollen zahlreiche Gäste nach Braunschweig locken.

(Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Daniel Möller)

Anregungen und durch-die-Bürger-Infos auf Stadt-Bahn-Plus.de

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3 Wochen nach der Stadthallenveranstaltung zum Stadtbahnausbaukonzept vom 16.1.2017 wurde jetzt das per Postkarte oder Formular auf www.stadt-bahn-plus.de
eingegangene Feedback von Bürgerinnen und Bürgern veröffentlicht. Neben Vorfreude auf evtl. neue ÖPNV-Anbindungen, gibt es alternative Streckenvorschläge, (sogar der Ring selbst wurde zur Einbeziehung ins Gespräch gebracht). Die Trassenvariante Gördelinger Straße stößt dagegen auf wenig Zuspruch.
Es gibt Fragen zum Naturschutz und zu weiterer Versiegelung von Flächen.

Schulschwimmen im Gliesmaroder Bad: Auch die „Gemeinschaft Gliesmaroder Vereine“ appelliert an Rat und Verwaltung

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Nach dem Stadtelternrat, Elternratsvertretungen mehrerer Schulen aus der Umgebung des Gliesmaroder Bades und dem Förderverein, hat sich nun auch die "Gemeinschaft Gliesmaroder Vereine e.V." mit einer Stellungnahme zum Schulschwimmen zu Wort gemeldet, die in einem Appell an Rat und Verwaltung mündet:

 "Die 'Gemeinschaft Gliesmaroder Vereine e.V.' gab den Anstoß für die Bürgerbewegung zum Erhalt des Gliesmaroder Bades. Ohne die von der Gemeinschaft organisierte öffentliche Veranstaltung zur Rettung des Gliesmaroder Bades am 4. Juni 2013 im BegegnungsZentrum hätte es keine Bürgerinitiative und keinen Förderverein gegeben.

Ein Hauptmotiv unseres Engagements für den Erhalt des Bades war der Schwimmunterricht für die Schulen der Umgebung. Die fußläufige Erreichbarkeit und die damit verbundene optimale Nutzung der Unterrichtszeit machen das Gliesmaroder Bad für die Schulen der Umgebung unverzichtbar.

Die 'Gemeinschaft Gliesmaroder Vereine e.V.' appelliert daher an Politik und Verwaltung, alles zu tun, um die Verhandlungen über das Entgelt für das Schulschwimmen nicht scheitern zu lassen. Eine Verständigung mit dem Badbetreiber im Interesse der Schülerinnen und Schüler der betroffenen Schulen muss möglich sein.

Braunschweig, den 14. Dezember 2016, Joachim Brandes (1. Vorsitzender)

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