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Eine Frage der Perspektive

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Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist eine Frage der Perspektive: befindet sich die Natur vor der Haustür oder liegt die Stadt und damit auch das Haus in der Natur? Wie nehmen wir die Natur um uns herum wahr? Ist sie nur die grüne Distanz zwischen den Orten?

Unsere Wahrnehmung und unser Verhältnis zur Natur haben sich in den vergangenen Jahrhunderten drastisch geändert. Dies sieht man besonders gut am Beispiel des Waldes. Karl-Friedrich Weber erläutert, wie der Mensch zunächst zusammen im Wald gelebt und sich mit dem Wald entwickelt hat, um ihn im Lauf der Jahrhunderte immer mehr als Nutzwald, als Produktionsort für Ressourcen zu sehen (S. 4 ff). Diese Einstellung scheint sich langsam zu wandeln – die Bedeutung des Waldes als Ökosystem mit all seinen Ver-flechtungen wurde im Laufe des vergangenen Jahrzehnts zunehmend wahrgenommen. Naturwald schafft Vielfalt.

Doch nicht nur im Wald, auch in unserem nahen Umfeld hat sich der Blick auf die Natur verändert: naturnahe Gärten und Laissez-Faire liegen im Trend. Allerdings sollte die Verwendung einheimischer Pflanzen dabei im Vordergrund stehen (S. 18 ff) – soweit sie für das sich wandelnde Klima geeignet sind. Silvia Teich vom NABU gibt Tipps, welche Pflanzen für den heimischen Garten gut geeignet sind.

Das Sommerwetter lockt uns aber nicht nur in den Garten, Ausflüge in die Natur sind ein gutes Mittel, den täglichen Horizont zu erweitern. Susanne Goroll stellt Ihnen ihre persönlichen Favoriten für botanische Ausflüge in den Vorharz vor (S. 24). Und der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen ergänzt dies mit geologischen Erlebnistipps (S. 22).

Unser Hintergrund beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe mit Braunschweig. Städteplanerisch bewegt sich hier viel: Der erste Pocketpark wurde eröffnet, der Bohlweg soll ein freundlicheres Gesicht mit mehr Grün bekommen und der Große Hof wurde neu geplant. Da war es Zeit für Wolfgang Wiechers, uns einen Überblick zu geben (S. 30 ff) und natürlich für ein Interview mit dem neuen Stadtbaurat Gerold Leppa. Seit 2004 ist er für Braunschweig in verschiedenen Funktionen tätig, nun ist er gleichzeitig Wirtschaftsdezernent und Stadtbaurat. Wie seine Pläne für Braunschweig aussehen, erklärt er ab Seite 36.

Lassen Sie sich also von dieser Ausgabe einstimmen auf Garten und Wald, auf Exkursionen in unserer Region. Genießen Sie die Natur vor der Haustür oder Ihr Haus in der Natur.

Herzlichst, Ihre

Heike Steingaß

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