Start Kultur Braunschweig – wichtige Stütze der German Church School in Addis Abeba

Braunschweig – wichtige Stütze der German Church School in Addis Abeba

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Kinder in Addis Abeba (Foto: Kerstin Lindner)

1973 ist ein junger Mann zum Vikariat in die deutschsprachige evangelische Gemeinde nach Addis Abeba gekommen. Und damit fing alles an. Der junge Mann war Joachim Hempel, der das Leben in der Gemeinde aufsog und dem diese Erfahrungen vermutlich bis heute begleitet haben.
Damals, in den 1970ern gab es in der deutschen Gemeinde noch keine Schule. Gemeindemitglieder begannen zunächst, Mädchen aus der unmittelbaren Nachbarschaft Lesen, Schreiben, Hygiene und einfache Lebensfertigkeiten beizubringen. Dieses Wissen der Mädchen stachelte die Jungen an, sich auch für Bildung zu interessieren. Aus dieser Nachbarschaftshilfe entwickelte sich nach und nach der Gedanke einer Schule für die ärmsten Kinder der Umgebung.
Zurück nach Deutschland, vorerst Gemeindepfarrer in Riddagshausen und dann Domprediger, entwickelte sich der Braunschweiger Dom unter Hempels Mitwirkung zu einem der wichtigsten Unterstützer für das Entstehen und die erfolgreiche Arbeit der German Church School (GCS) in Addis Abeba. Noch heute z.B. wird die Erstausstattung der Erstklässler, Schuluniform und Lernmaterialien, von Braunschweiger Bürgern finanziert.
Die Schule wurde im Laufe der Zeit immer größer und betreut mittlerweile hunderte armer bzw. behinderter Kinder. Mit dem Auftrag, jungen Menschen in Addis Abeba eine Chance auf eine selbstständige Zukunft zu ermöglichen und dies finanziell zu sichern, ist 2015 der Förderverein Melkam Edil e.V. gegründet worden. Der Verein hat seinen Sitz in Baden-Württemberg. Aber noch immer sind Braunschweigs Bürger eine der wesentlichsten Stützen der Arbeit in der GCS.

Anbei ein Beitrag von MELKAM EDIL, den Domprediger em. Joachim Hempel an den Braunschweig-Spiegel übermittelt hat.

MELKAM EDIL: ALEHEGNE SHITAHUN’s Weg vom Schuhputzer zum Gehörlosenlehrer an der GCS
Für solch eine wunderbare Geschichte haben meine Kollegen sich mit mir über viele Jahre am Gründonnerstag in die Fußgängerzone gesetzt, – danach gab es im Dom eine Andacht mit Fußwaschung… Es macht mich überglücklich, die Geschichte von Ato Alehegne zu lesen.
Gott befohlen
Joachim Hempel, Domprediger em.
P.S.: Die Geschichte brachte es ins Fernsehen, in die BILD, in die taz und in die FAZ und nun auch in den Braunschweig-Spiegel.

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