Haftantritt von Mathematikstudent Julian Huber
Dies ist eine Presseankündigung des Vereins Rückendeckung für eine aktive Zivilgesellschaft.
Wir unterstützen politisch und zivilgesellschaftlich aktive Menschen rechtlich und emotional-psychologisch in der Repressionsbewältigung.
Freundliche Grüße, der RAZ e.V.
| Berlin, 15.07.2026, 08:00 Uhr – Heute tritt der 22-jährige Mathematikstudent Julian Huber seine 35-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Plötzensee an. Verurteilt wurde er wegen seiner Beteiligung an einer Straßenblockade der Letzten Generation im August 2023. Seinen Haftantritt versteht Huber nicht nur als persönliche Konsequenz, sondern auch als Anlass, eine gesellschaftliche Debatte über politische Repression und den Umgang mit Gefängnisstrafen anzustoßen. Die Ersatzfreiheitsstrafe bezieht sich auf eine Aktion mit der Letzten Generation: Huber hatte sich im August 2023 an einer Straßenblockade in Fürth beteiligt, um auf die verfehlte Klimapolitik aufmerksam zu machen. Dafür wurde er später zu 70 Tagessätzen verurteilt, die nun als Ersatzfreiheitsstrafe vollstreckt werden. Julian Huber erklärt: „Ich gehe ins Gefängnis, um mich von dem Joch der Angst zu befreien. Die Haft ist momentan das schärfste Schwert, das dem deutschen Staat zur Verfügung steht. Ich glaube, dass wir uns als Einzelne und als Bewegung stärker damit auseinandersetzen müssen, wie wir mit diesem Druckmittel umgehen.“ Obwohl er bereits zum Haftantritt geladen war, beteiligte sich Julian am vergangenen Montag an einem Protest gegen Rheinmetall und blockierte gemeinsam mit anderen, unter anderem Greta Thunberg, das Büro in Berlin Mitte. Die Kampagne Peacefully against Genocide protestiert damit gegen die Eröffnung der Rheinmetall Waffenfabrik in Berlin und Rheinmetalls Rolle bei der militärischen Unterstützung Israels im Krieg in Gaza. Huber ergänzt: „Außerdem weiß ich, warum ich so gehandelt habe, wie ich es getan habe. Ich gehe mit der tiefen Überzeugung ins Gefängnis, das Richtige getan zu haben und nach meinem besten Wissen und Gewissen gehandelt zu haben. Ich muss mir nichts vorwerfen. Mit dieser Haltung blicke ich auf die kommenden Tage im Gefängnis.“ Mit seinem Haftantritt möchte Huber auch eine gesellschaftliche Debatte darüber anstoßen, welchen Umgang politische Bewegungen mit Repressionen wie Gefängnisaufenthalten entwickeln können. Gleichzeitig betont er, dass er sich der privilegierten Situation bewusst ist, sich über einen längeren Zeitraum mit Unterstützung auf die Haft vorbereiten zu können. Der Rechtshilfeverein Rückendeckung für eine aktive Zivilgesellschaft – RAZ e.V. – begleitet Aktivist:innen unter anderem bei Gefängnisaufenthalten, so auch Julian Huber. Inzwischen hat der Verein über zehn Menschen bei ihren Haft- oder Ersatzfreiheitsstrafen unterstützt und begleitet viele weitere Aktivist:innen, die eine Haftstrafe vor sich haben. Briefe erreichen Julian Huber in der JVA unter folgender Adresse: Julian Huber JVA Plötzensee Friedrich-Olbricht Damm 16 13627 Berlin Oder über das Briefe-Formular vom RAZ. |
| Bei Rück- und Nachfragen oder für Kontakt zu Julian Huber, melden Sie sich gern! Pressekontakt RAZ e.V. Carla Rochel Tel: 030 509304082Mail: presse@raz-ev.org Website: raz-ev.org |
























