Kurz und Klar 19.September

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9.300 Menschen in Braunschweig trotz Vollzeitjob von Altersarmut bedroht

Ein Leben lang arbeiten – und trotzdem reicht die Rente nicht: In Braunschweig sind rund 9.300 Vollzeitbeschäftigte selbst nach 45 Arbeitsjahren im Rentenalter von Armut bedroht. Demnach verdienen 11,3 Prozent aller Beschäftigten, die in Braunschweig in Vollzeit arbeiten, weniger als 2.050 Euro brutto im Monat. Rein rechnerisch müssten sie sogar mehr als 45 Jahre lang arbeiten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen. Die Geschäftsführerin der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz ruft die Beschäftigten aus den Branchen der Gewerkschaft auf, sich in puncto Rente über die Wahlprogramme der Parteien zu informieren und wählen zu gehen. (Quelle Gewerkschaft NGG)

Das ist historisch: Aus Ärger über den geplatzten U-Boot-Deal mit Australien hat Frankreich seine Botschafter aus Washington und Canberra zu Konsultationen zurückgerufen. Die EU ist sprachlos.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der amerikanisch-französischen Beziehungen, dass Paris seinen Botschafter aus Washington zurückruft. Beide Länder haben noch nie Krieg gegeneinander geführt.

Die USA hatten Frankreich mit einem sog. Sicherheitspakt ausgebootet und Australien – gemeinsam mit UK – atomgetriebene U-Boote verkauft. Dadurch platzte ein Deal zwischen Paris und Canberra.

Die neue transatlantische Eiszeit erinnert an den Irakkrieg, als Frankreich sich gegen die USA gestellt hatte. Paris dürfte nun auch Kooperationsprojekte der EU mit den USA bremsen oder blockieren.

Dabei setzt EU-Kommissionschefin von der Leyen unbeirrt auf den großen Bruder in Washington. So ist ein “TTIP light” geplant. Ob das noch klappt, ist offen – Brüssel schweigt sich aus… (Quelle Lost In Europe)

Evergrande

Seit Tagen rückt immer wieder die in Kürze drohende Pleite des chinesischen Immobilien-Giganten Evergrande in den Fokus der Berichterstattung. Entsprechend sind die Märkte in China schon seit einer ganzen Weile unter Druck – und langsam schlägt sich auch im Westen die Angst Bahn. Aufgrund der undurchsichtigen und stark verwobenen Beteiligungen ist nicht absehbar, welche Kettenreaktion genau in Gang gesetzt würde, wenn Peking nicht – wie bisher offensichtlich allseits erwartet – eingreift, um ein globales Finanzbeben zu verhindern. Sicher ist aber: Der Knall wäre lauter als bei der Lehman-Pleite 2008. Gerade die Reichen wollen von der Regierung unter Xi gerettet werden – einer Regierung, die ihnen nicht gefällt, da sie beginnt die Superreichen einzuschränken. (Quelle: CashKurs)

Deutschlands Rolle in Ecuadors Albtraum
Die Bilder von Leichen auf den Straßen der ecuadorianischen Küstenstadt Guayaquil gingen zu Beginn der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020 um die Welt. Hunderte Tote wurden von Sondereinheiten geborgen und begraben. Dass dies so kam, war nicht allein dem traditionell prekären Zustand der gesundheitlichen Versorgung vieler lateinamerikanischer Staaten geschuldet. Vor Ausbruch der Pandemie setzte die Regierung von Präsident Lenín Moreno massive Kürzungen im Gesundheitssystem durch, zu denen er sich als Bedingung für Kredite des Internationalen Währungsfonds verpflichtet hatte. 4,5 Prozent aller durch das staatliche Gesundheitsministerium finanzierten Stellen wurden gestrichen. Im öffentlichen Dienst sollten sogar bis zu 140.000 von 600.000 Stellen gestrichen werden.
Deutschland hatte mit seinen 5,3% Stimmanteil im IWF diesen Maßnahmen zugestimmt. (Quelle der Freitag)

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