„Straßen sind für alle da!“

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Von Initiative Fahrradstadt Braunschweig

Kinderfahrraddemo am 28. April um 15 Uhr. Start am Schlossplatz

Am Sonntag, dem 28. April findet ab 15 Uhr die Kinder-Fahrraddemo „kidical mass“ in Braunschweig statt. Treffpunkt ist auf dem Schlossplatz (Südseite). Die von der Initiative Fahrradstadt Braunschweig organisierte Aktion ist eine von hunderten Kundgebungen in ganz Deutschland. Das gemeinsame Motto lautet: „Straßen sind für alle da!

Die Route: Von der Polizei gesichert, für die kleinsten Radfahrenden geeignet

Beginnend am Treffpunkt auf der Südseite des Schlossplatzes werden kleine und große Radfahrende über die Wendenstraße am Hagenmarkt fahren, den Altstadtmarkt passieren und schließlich über den Kennedyplatz wieder in die Innenstadt zurückkehren. Am Friedrich-Wilhelm-Platz wird es eine Pause geben. Insgesamt wird mit einer Dauer von gut einer Stunde gerechnet. Die Route ist auch für kleinste Mitfahrende geeignet und wird wie schon in den Vorjahren in gemächlichem, kindgerechtem Tempo gefahren und musikalisch begleitet.

Fahrradfreundliches Braunschweig: riesige Chancen, enormer Handlungsbedarf

Jan Engelken, einer der Organisatoren, erklärt: „Gefahren wird mit einer Polizeieskorte mitten auf der Straße – ein besonderes Erlebnis für Kinder und erwachsene Begleitpersonen und ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Verkehrswende im Sinne zukünftiger Generationen.“ Mitorganisator Damian Knoppik betont: „Unser Motto lautet: Straßen sind für alle da! Als besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer benötigen Kinder eine geeignete Infrastruktur. Städte, die solche Maßnahmen umsetzen, werden freundlicher und gesünder – und zwar für alle. Die Chancen für Braunschweig sind riesig, aber der Handlungsbedarf ist enorm.“

Es gibt viel zu tun: MEP, Veloroute, temporär autofreie Schulstraßen …

Die Initiative fordert Radwege und Kreuzungen, die allen Altersgruppen Lust aufs Radfahren machen und nicht motorisierten Verkehrsteilnehmenden ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. In diesem Zusammenhang wird der künftige Mobilitätsentwicklungsplan MEP der Stadt Braunschweig mit Spannung und großen Hoffnungen erwartet. Ebenfalls ein Ziel der Initiative, um junge Verkehrsteilnehmende zu schützen, sind temporär autofreie Schulstraßen in Braunschweig.

Als Erfolg kann die Initiative den Bau der ersten Veloroute für Braunschweig verbuchen. Demgegenüber stehen zahlreiche vermeidbare Gefahrenpunkte im ganzen Braunschweiger Stadtgebiet, die endlich bedarfsorientiert und praxisgerecht entschärft werden müssen. Dazu gehört nicht nur die Schaffung von Tempo-30-Zonen, sondern auch, dass deren Einhaltung sichergestellt wird.

Übergeordnetes Ziel des bundesweiten Aktionsbündnisses „Kinder aufs Rad“ ist, dass sich alle Kinder und Jugendlichen sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können. Ein Forderungskatalog an Bund, Länder und Kommunen ist auf der Website https://kinderaufsrad.org/aktionsbuendnis/forderungen/ einsehbar.

Besonders bei diesem Mal ist, dass der Demozug inmitten der beiden Großveranstaltungen „Stadtfrühling – Mode, Mobilität und mehr“ des Stadtmarketings und der alternativen Kundgebung „Stadt für alle statt für Autos“ des Klimanetzwerk Braunschweig startet. Mehr Infos: https://www.fahrradstadt-braunschweig.de/2024/04/09/kinderfahrraddemo_28april/

Das Klimanetzwerk ist an dem kommenden Wochenende an zwei Tagen auf dem Schlossplatz aktiv:
Samstag: 12:00 Uhr bis 19:00 Uhr südlicher Schlossplatz mit Infostand, Fahrradparcours, Platz zum Verweilen, (Klimagerechtigkeits-) Quiz und Saatbomben zum Begrünen der Stadt.
Sonntag: 12:30 Uhr bis 16:00 Uhr Bohlweg vor dem Schlossplatz mit zusätzlichen Kleider- und Pflanzentauschbörsen, Siebdruck und weiteren Aktionen. Dazu schreibt das Klimanetzwerk:

Am kommenden Wochenende halten mal wieder die Autos Einzug in die Braunschweiger Innenstadt. Plätze, die eigentlich den Menschen gewidmet sind – Kohlmarkt, Burgplatz, Schlossplatz – werden mit Autos zugeparkt. Doch nun hat sich eine Initiative gebildet: „Stadt für alle statt für Autos“ präsentiert am Samstag auf dem Schlossplatz und am Sonntag auf dem Bohlweg die erlebbare Vision einer Stadt, in der der Mensch im Mittelpunkt steht – und nicht das Auto.

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