Geliebtes Harzwasser zurückholen

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Von Die FRAKTION.BS

„Die Braunschweigerinnen und Braunschweiger lieben ihr bislang sehr weiches Trinkwasser.“ „Diese Formulierung aus einem Antrag der CDU zur nächsten Ratssitzung halten wir für richtig. Die Schlussfolgerung, dass unser Trinkwasser deshalb wieder
ausschließlich von den Harzer Talsperren bezogen werden sollte, zieht die CDU im Antrag aber leider nicht. Deshalb haben wir einen entsprechenden Änderungsantrag eingereicht“, so der beteiligungspolitische Sprecher von Die FRAKTION.BS – DIE LINKE., Volt und Die PARTEI, Udo Sommerfeld.

„Den Antrag der CDU halten wir für sehr erfreulich, da er sich grundsätzlich gegen Verkäufe von Anteilen an der Daseinsvorsorge und für den Wiedereinstieg des Landes an den Harzwasserwerken ausspricht.“ Allerdings sei der Antrag erstaunlich, weil es bislang gerade die CDU war, die Anteilsverkäufe aus Bereichen der Daseinsvorsorge gefordert und umgesetzt habe, so Sommerfeld weiter.

Der Antrag gehe aber in die richtige Richtung und werde von der FRAKTION.BS daher auch unterstützt. Nur beim Thema Trinkwasser greife er zu kurz. „Viele Haushalte berichten immer noch von Geruchs- und Geschmacksveränderungen des Trinkwassers, weshalb einige Menschen das Leitungswasser auch nicht mehr trinken wollen. Der Kalkanteil hat deutlich zugenommen, was für Waschmaschinen und andere Haushaltsgeräte nicht günstig ist. Zudem bedeutet eine Reduzierung der Abnahme von Harzwasser eine wirtschaftliche Schwächung der Harzwasserwerke. Das zentrale Argument der Wasserknappheit ist nicht überzeugend, denn bei großen Dürreperioden ist auch der Grundwasserspiegel betroffen“, fasst der beteiligungspolitische Sprecher die Argumente zusammen.

„Ich kenne niemanden, der sich positiv zum neuen Wassermix geäußert hat, viele wollen ihr Harzwasser zurückhaben. Der Rat sollte auf die Bevölkerung hören“, so Sommerfeld abschließend.

1 Kommentar

  1. Ich möchte, dass das Thema Wasser mit Weitsicht und vor allem OHNE Profitinteressen behandelt wird.
    Im Moment ist BS|Energie nicht einmal in der Lage, die Pflicht zu erfüllen, eine korrekte Wasseranalyse (Blei, Cadmium, Nitrate, Mineralien) aller drei Wasserbezugsquellen zu liefern. Eine gemischte Versorgung aus Harztalsperren und Brunnen kann sinnvoll sein, aus Gründen der Gesundheit (mehr Mineralien im Brunnenwasser) und Vorsorge vor Dürren oder Überschwemmungen, aber NICHT aus kapitalistischen Gründen!
    Daseinsvorsorge gehört nicht in privatwirtschaftliche Hände. Die Privatisierungen müssen rückgängig gemacht werden!

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