Tarifvertrag: Wunschzettel von „pro familia Niedersachsen“ an das Sozialministerium

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Am Donnerstag, 5. Dezember, übergeben Beschäftigte von pro familia Niedersachsen dem Sozialministerium einen Wunschzettel. Jahreszeitlich passend wünschen sich die Beschäftigten vom Sozialministerium Unterstützung im Streit um einen Tarifvertrag.

Schon im April 2019 hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) pro familia in Niedersachsen zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Trotz langer Bedenkzeit und einem Sondierungsgespräch lehnt die Geschäftsführung und der Vorstand die Aufnahme von Tarifver-handlungen kategorisch ab. Die Geschäftsführung verweist darauf, dass die Finanzierung keine Bezahlung nach einem Tarifvertrag ermögliche. Das wollen die Beschäftigten von pro familia nicht länger akzeptieren. Sie wollen für ihre anspruchsvolle Aufgabe eine angemessene Vergütung und verlässliche Arbeitsbedingungen, die in einem Tarifvertrag geregelt sind.

Bisher gelten für die meisten Beschäftigten Arbeitsbedingungen, die der Arbeitgeber alleine festlegt. Die Tarifvertragsverweigerung empört die Beschäftigten: „Wieso stellt sich pro familia auf eine Stufe mit Amazon, die sich ebenfalls Verhandlungen verweigern?“ fragt sich nicht nur Anke Kollenda, pro familia Beschäftigte aus Stade. 

Der Wunschzettel wird am

5. Dezember 2019, am Sozialministerium um 13:15 Uhr übergeben.
(Hannah-Arendt-Platz 2)

Zum Hintergrund: pro familia bietet Beratungsleistungen an, die überwiegend vom Land Niedersachsen finanziert werden. Der Träger unterhält 19 Beratungsstellen, fünf Außenstellen und beschäftigt rund 120 Mitarbeiter/-innen.

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