E-Autos: Brandschutz in Tiefgaragen

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Das Rathaus der Stadt Braunschweig Foto: Uwe Meier

Heutige Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig, Ort Stadthalle Braunschweig, Großer Saal ab 14:00 Uhr. Livestream ist möglich.

Von Andreas Wolter

Der Kandidat Andreas Wolter wird eine Einwohneranfrage zum Thema Brandschutz in Tiefgaragen stellen.

Im Rahmen der Einwohneranfragen, voraussichtlich ab 17:00 oder 18:00, je nach Durchführung der Tagesordnung, wird der Kandidat für den Bundestag Andreas Wolter aus Braunschweig eine Bürgeranfrage zum Thema Brandschutz in Tiefgaragen stellen.

Hintergrund ist die zu erwartende Zunahme des Anteils von Elektrofahrzeugen, insbesondere von Elektroautos mit „Batterieantrieb“ auf Basis von Lithium. Die Bauauflagen von Wohngebäude-Neubauten fordern die Bereitstellung von Parkraum in Tiefgaragen.

Nach Auskunft der Feuerwehren ist ein Löschen solcher in Brand geratenen Fahrzeuge schon unter freiem Himmel, wenn überhaupt, nur schwer möglich. Gängige Praxis ist ein „kontrolliertes-Abbrennen-lassen“ unter Kühlung der Karosserie durch Löschwasser.

In Tiefgaragen ist das Löschen von durch Batterieentzündung in Brand geratenen Fahrzeugen noch weiter erschwert. Zusätzlich ist deshalb Gefahr für Leben und Wohl von Hausbewohnern sowie für die Statik des Gebäudes im Falle eines Fahrzeugbrandes zu befürchten.

Von der Verwaltung, die für diese Bauauflagen zuständig und verantwortlich ist, wird eine Stellungnahme gefordert.

www.andreas-wolter.eu

Kandidatur des parteilosen Kandidaten Andreas Wolter – DEMOKRATIE FAIR UND DIREKT

2 KOMMENTARE

  1. Ich empfehle zu dem Thema sehr viel aktuellere Aussagen von Profis (sprich: Feuerwehren) als die einzige von Herrn Wolter angeführte Quelle aus dem Jahr 2015.

    Ich erinnere da an einen Fall aus Kulmbach aus dem letzten Jahr, der recht bekannt wurde (leicht zu ergoogeln). Dort wurde auch etwas hektisch nach dem Brand eines Verbrenners(!) eine Tiefgarage für E-Autos gesperrt. Logisch!? 🙂 Bald darauf hat man verstanden, dass das nicht angemessen war und die Maßnahme aufgehoben.

    Meines Wissens sind die meisten Feuerwehren heutzutage recht gut auf Brände von Lithiumionenbatterien vorbereitet. Es gibt beispielsweise neue spezielle Löschdecken für ganze Fahrzeuge, um Feuer zu ersticken.

    Bei aller Sorge (hoffentlich nicht Panik, denn die wäre unangebracht), sollte man auch bedenken, dass Verbrenner (statistisch bereinigt selbstverständlich) viel häufiger brennen! Das passiert nur schon viele Jahre lang und viel häufiger und interessiert viele Menschen nun kaum noch.

    Der Gedanke gefällt mir eigentlich: Man sollte Parkgaragen nur für Verbrenner sperren!

  2. Kurzer Nachtrag:

    1. Auf 1 Milliarde Kilometer Fahrleistung brennen ca. 90 Verbrenner, aber nur 2 E-Autos. (Quelle: https://autorevue.at/ratgeber/statistik-brennen-elektroautos, ist evtl. aber mit Vorsicht zu genießen, da das Alter der Fahrzeuge noch nicht einfließen kann)

    2. FBFHB-024 „Hinweise für die Brandbekämpfung von Lithium-Ionen-Akkus bei Fahrzeugbränden“, Juli 2020. (Quelle: https://publikationen.dguv.de/regelwerk/publikationen-nach-fachbereich/feuerwehren-hilfeleistungen-brandschutz/feuerwehren-und-hilfeleistungsorganisationen/3907/fbfhb-024-hinweise-fuer-die-brandbekaempfung-von-lithium-ionen-akkus-bei-fahrzeugbraenden)

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