Zerstörung von Natur durch Gewerbegebiet „Scheppau“? Erste Annäherung: vom Rieseberg aus

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Zur Zeit breitet sich über weite Teile des Riesebergs ein dichter Teppich von blühendem Bärlauch aus. Foto: Andreas Matthies

Die Städte Braunschweig und Wolfsburg und die Landkreise Wolfenbüttel und Helmstedt verfolgen den Plan eines riesigen Gewerbegebietes bei Scheppau. Mit dem Auftrag für eine Machbarkeitsstudie haben sie den ersten Schritt bereits getan. Vermutlich hoffen die betreffenden Politiker, dass sie bis zur Erstellung der Studie erst einmal Ruhe vor den Bürgern haben. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn sie im Wahlkampf zu den Kommunalwahlen mit dem Thema konfrontiert würden. Den Wahlprogrammen, die hervorheben, welche Bedeutung dem Klimaschutz und der Artenvielfalt seitens der jeweiligen Partei beigemessen wird, könnte der Plan des Gewerbegebietes gegenübergestellt werden: schöne Worte, hässliche Taten.

Blick vom Rieseberg hinunter auf das Dorf Scheppau. Im Hintergrund sind die Gebäude der Mühle Gerhardt zu erkennen. Das geplante Gewerbegebiet reicht fast vom Norden und vom Westen her bis an die Mühle heran (im Bild: von hinten und von links). Foto: Andreas Matthies

Karl-Friedrich Weber vom BUND nennt den Plan „den Anfang der schleichenden Naturzerstörung eines der letzten naturnahen Räume und einer noch bewahrten Naherholungslandschaft der Menschen“. Auch wenn das Großvorhaben für die meisten Menschen der Region „nicht vom eigenen Fenster aus zu sehen sein“ werde, betreffe es doch alle. Deshalb sei nun ein Bewusstsein von allen Bürgern der Region gefragt.

… am Wegesrand auf dem Rieseberg. Foto: Andreas Matthies

In drei Schritten nähern wir uns dem zur Disposition gestellten Gebiet an. Zunächst vom Rieseberg her, in zwei späteren Folgen vom Geopunkt Jurameer Schandelah und von der Gedenkstätte Schandelah – Wohld aus. Die nachfolgenden Bilder sollen nur einen ersten Eindruck von dem Gebiet vermitteln. Vielleicht als Anreiz, es selber zu erkunden. Denn was man zu schätzen weiß, lässt man sich nicht gerne kaputt machen.

Der Elm ist nicht weit: Blick vom westlichen Ortsrand Scheppaus auf den Höhenzug. Im Hintergrund ist Bornum zu erkennen, nur drei Kilometer entfernt. Foto: Andreas Matthies

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