Wo sind die Nutrias geblieben?

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Nutria knabbert am Ufer des Dowesees an einer Möhre. Sie wird von Kindern gerne verfüttert und als Naturerleben empfunden. Foto: Uwe Meier

Der sonntägliche Spaziergang an den Dowesee war oft den dort siedelnden Nutrias gewidmet. Noch vor zwei Wochen wurden diese Fotos gemacht. Sie hatten so richtig süße kleine Jungen bekommen. Die Fütterung mit Möhren und Kohl (siehe Video von Franziska Lindner) durch Kinderhände gehörte zum emotionalen Naturerleben.

Junge Nutrias beim futtern. Foto Uwe Meier

Das scheint nun vorbei zu sein. Die Nutias sind weg. Wahrscheinlich getötet, denn der Nutria wird nicht geduldet in unserer Landschaft, weil sie, laut Behörde, Schäden verursachen (Siehe Flyer). Zudem sind sie Neozoen, weil sie wie der Bisam, zukünftig das Grauhörnchen und der Waschbär aus fremden Gebieten kommen und bei uns keine Feinde haben. Auch der aus Ostasien stammende Marderhund kommt in Braunschweig vor und hat sogar vor etwa zwei Jahren Spaziergänger angegriffen. Der Marderhund ist kurz nach dem Angriff in der Kralenriede von Jägern erlegt worden.

Dem Nutria wird das Futter mundgerecht serviert. Foto: Uwe Meier

Flyer der zuständigen Behörde, das Pflanzenschutzamt in Hannover der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Der Waschbär, der auch ein Neozoe ist und massive Schäden an der Wildfauna anrichtet, wird übrigens auch bekämpft. Meistens werden sie in Lebendfallen gefangen und dann noch in der Falle erschossen.

Waschbär, so wie man ihn in Riddagshausen öfter antrifft. Sie sind üble Nesträuber und verändern die Tierwelt in ihren Gebieten. Wahrscheinlich gibt es wegen der Waschbären zunehmend weniger Enten in Riddagshausen. Foto: Uwe Meier

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