Ostermarsch 2022 in Braunschweig mit zwei Kundgebungen

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Das zentrale Motto der Ostermarsches 2022 stammt von Bertha v. Suttner. war eine österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin. Sie wurde 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Etwa 200 Teilnehmer demonstrierten Ostersonnabend 2022 in Braunschweig für den Frieden.

Beim Ostermarsch 2022 in Braunschweig, organisiert durch das Friedenszentrum Braunschweig und dem Friedensbündnis, unter dem Motto „Die Waffen nieder!, demonstrierten etwa 200 friedensengagierte Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt. Die Auftaktveranstaltung auf dem Kohlmarkt mit anschliessender Demonstration durch die Innenstadt mit drei kurzen Zwischenkundgebungen, führte zur Abschlusskundgebung auf den Rathausvorplatz, wo die Friedenskundgebung des DGB unter dem Motto „Den Krieg in der Ukranie beenden – jetzt!„, gemeinsam mit dem Friedenszentrum Braunschweig und dem Friedensbündnis stattfand.

Pause der Demonstranten auf dem Magnikirchhof Foto H.-G. Dempewolf

Der Verein „Fair in Braunschweig“ solidarisierte sich mit den Friedensforderungen und hatte auf dem Kohlmarkt einen Infostand mit Kaffeeausschank aufgebaut. Das passte, denn Frieden ist nun mal vor allem auch eine Frage der Gerechtigkeit in den und zwischen den Gesellschaften. „Fair in Braunschweig“ nahm teil unter dem Banner: „Fairer Handel: Ein Beitrag zum Frieden. Für gerechte Wirtschafts- und Handelsbziehungen weltweit.“

Auf dem Kohlmarkt wurde die zentrale Rede von Werner Hensel zum Ostermarsch der Friedensbewegung in Braunschweig gehalten:

Werner Hensel hielt auf dem Kohlmarkt die zentrale Rede zum Ostermarsch 2022 in Braunschweig Foto H.-G. Dempewolf

Rede von Werner Hensel

Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,

Bundeskanzler Scholz kündigte zu Beginn des Krieges gegen die Ukraine eine „Zeitenwende“ an, ein „Sondervermögen“ für Aufrüstung wurde aufgelegt.

Ja, wir brauchen eine Zeitenwende, wir brauchen Sondervermögen in Höhe von mehrfach 100 Milliarden Euro. Wir brauchen eine Zeitenwende hin zu friedlicher Zusammenarbeit – weg von Aufrüstung, Drohgebärden und Ausweitung militärischer Einflusszonen.

Dieser Kurs hat aktuell seinen Tiefpunkt im Krieg Russlands gegen die Ukraine erreicht. Aus diesem völkerrechtswidrigen Krieg gibt es nur einen Ausweg: sofortiger Waffenstillstand, Rückzug der russischen Truppen, Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine und Verhandlungen. Waffenlieferungen werden diesen Krieg und damit das Leiden der Bevölkerung verlängern. Waffenlieferungen haben nur einen Gewinner: die Rüstungsindustrie. Weiter

Sebastian Wertmüller (Verdi), Malt Stahl­hut vom DGB Stadtverband und Thorsten Stelzner, der seine Texte zum Frieden vortrug. Foto Uwe Meier

Der DGB Süd-Ost Niedersachsen, Stadtverband Braunschweig, war vertreten durch Sabastian Wertmüller (Verdi) und Malt Stahl­hut vom DGB Stadtverband. Beide hielten Reden, die im Wesentlich als Position des DGB zum Krieg in der Ukraine bekannt sind.

Eine Gruppe Ukrainerinnen warb lautstark für mehr Waffen aus Deutschland für die Ukraine. Foto: Uwe Meier

Eine kleine Gruppe von Ukrainerinnen mischte sich einmal in die Reden lautstark ein. Sie mahnten verstärkte Solidarität Deutschlands mit der Ukraine an. Nach der Veranstaltung gingen die Diskussionen über die Versäumnisse Deutschlands weiter und mündeteten immer wieder in der Forderung nach mehr deutschem militärischem Engagement

Bericht aus der Braunschweiger Zeitung von Henning Noske

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