Groko verhindert Ausstieg aus fossiler Förderung

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Gasturbinen-Kraftwerk bei BS-Energy. Foto: Uwe Meier

Europäische Investitionsbank (EIB) auf dem Weg zur Klimabank: Groko verhindert vollständigen Ausstieg aus fossiler Förderung.

Am 14. November, beschlossen die Mitgliedstaaten als Anteilseigner der Europäischen Investitionsbank (EIB) mehrheitlich mit der Kommission die neue Förderpolitik für den Energiesektor. Der Beschluss sieht vor, bis Ende 2021 aus der Förderung von fossilen Energien auszusteigen. Allerdings können bis dahin noch neue Gasprojekte auf den Weg gebracht werden. Auch sind Ausnahmen für Modernisierungen im Gasbereich auch später noch möglich. Für den Beschluss brauchte es die Stimmen von einem Drittel der Mitglied-staaten und gleichzeitig 50% des Kapitals der Anteilseigner. Die Ausnahmen für Gas hat die EU-Kommission gemeinsam mit Deutschland, Polen, Ungarn und Rumänien unterstützt. Die EIB hatte ursprünglich vorgeschlagen, alle Förderungen fossiler Energien bis 2020 zu beenden.


Dazu erklärt Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament:

„Dies ist ein großer Schritt für den Ausstieg aus Investitionen in fossile Brennstoffe. Die EIB muss die Klimabank Europas werden, aber wir sind noch nicht am Ziel angekommen. Aufgrund der Schlupflöcher für Gas ist die EIB weiter nicht komplett auf Kurs für den Klimaschutz.”

“Die Bundesregierung wollte letztendlich nur zustimmen, nachdem sie den ursprünglich ambitionierten Vorschlag kräftig verwässert hatte. Das ist bitter. Deutschland hinkt nicht nur selbst beim Klimaschutz hinterher, die Bundesregierung hintertreibt auch noch die Anstrengungen auf europäischer Ebene.”

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