Erinnerungen an das friedlichere Amerika – Martin Luther King

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Texte von und ürber den Nobelpreisträger, vorgetragen von der Literaturgruppe des Friedenszentrums

Nach den Jahren des George W. Bush klingt es wie eine halb vergessene Sage: das friedlichere, das gerechtere Amerika. Es gab einmal einen schwarzen amerikanischen Prediger, der die Kluft zwischen den Rassen überwinden und dem Hass auf den Gegner Einhalt gebieten wollte durch Methoden, die er dem Menschenrechtler Mahatma Gandhi abgeschaut hatte, nämlich dem Repertoire des zivilen Widerstands, das dann von der studentischen Protestbewegung der sechziger Jahre in aller Welt nachgeahmt wurde. Der Gegner sollte nicht erledigt, sondern nur ausgebremst werden. Bewusst wollte King die Demütigung des Gegners vermeiden, damit eine spätere Versöhnung mit ihm immer noch möglich wäre.

Leider reagierten die Gegner, die, trotz aller Friedfertigkeit, ihre Machtposition wanken sahen, nicht auf die gleiche Weise; sie erschossen ihn am 5.4. 1968 oder ließen ihn erschießen (denn wer tatsächlich hinter dieser tat stand, bleibt bis heute ungeklärt).

 

 

Die Lesegruppe des Friedenszentrums e.V. Braunschweig unter der Leitung von Helmut Weidemeier erinnerte in einer Veranstaltung am 21. 4. 2008 im Rahmen der VHS-Reihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“ an King. Sein Weg bis nach Memphis, wo der Mord geschah wurde nachgezeichnet. Im Mittelpunkt stand die berühmte Rede „I have a dream“, auf Englisch (!) vorgetragen von Andreas Kothe.

King glaubte am Ende seines Lebens, dass er „sein Volk“ an die Schwelle des gelobten Landes geführt habe. Rückblickend müssen wir sagen, dass er sich, trotz einzelner Verbesserungen, geirrt hat. Neuerdings weckt Barack Obama neue Hoffnungen, aber ob sie eingelöst werden, wird die Zukunft erweisen.

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