Zum beabsichtigten Flughafenausbau und zur Rolle der BZ

Die Braunschweiger Zeitung (BZ) titelt in ihrer Ausgabe vom 27.9.2008 "Flughafen-Ausbau kann sich um ein weiteres halbes Jahr verzögern" und weiter "Wegen Brut- und Setzzeit muss Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts bis Ende des Jahres vorliegen". Eine Analyse offenbart die Qualität und die Absichten dieser journalistischen Meisterleistung.

Bericht aus Bumsdorf XVI – Namen sind zwar Schall und Rauch, sagen aber dennoch...

... viel über den aus, der sie vorschlägt, also passt auf, was Ihr sagt!

 

Lange haben wir über einen Namen für unsere Tochter nachgedacht – um uns dann für den allerersten Einfall zu entscheiden. Das ist wie beim Klamottenkauf. Man geht in ein Geschäft, probiert an, geht in noch ein Geschäft, probiert noch mehr an, geht dann noch in sieben weitere Geschäfte, um insgesamt dreiundzwanzig verschiedene Hosen – und: wo man schon mal da ist – auch noch den einen oder anderen Pullover sowie einige übergangsjacken anzuprobieren, die man dann auch gleich kauft, der Frühling steht ja schon in der Tür und klingelt Sturm. Dann geht man in den ersten Laden zurück und kauft die Hose, die man gleich am Anfang der achtstündigen Einkaufssession ins Auge gefasst hatte.

Wir dagegen sind so naiv gewesen und haben bei Freunden, Verwandten und Bekannten nach geeigneten Namen für den Spross meiner Lenden gefahndet.

Ein Name mit A soll es sein, ist die Vorgabe, wir wollen die Vorschläge von vornherein begrenzen. Und A steht ja auch am Anfang des Alphabets, ist das nicht irgendwie symboltr...

Beide Seiten müssen sich einbringen

Zwei große Artikel in der Braunschweiger Zeitung am 23. und 25. 9. und einer in der Neuen Braunschweiger berichten über den Besuch des Oberbürgermeisters zum Fastenbrechen in der Milli- Görürs-Moschee. Es sollen Vorurteile abgebaut werden. In seiner ersten Berliner Rede hat der damalige Bundespräsident Johannes Rau erstmals ganz deutlich beschrieben, dass es ein beiderseitiger Prozess ist, nur so kann Integration hilfreich sein.

Einige Moschee-Gemeinden sind undemokratisch ausgerichtet und sehr schwer in unser Grundgesetz einzubinden. Weiterhin dürfen Mädchen nicht am Schwimmunterricht und an Klassenfahrten teilnehmen und vieles andere mehr.

Hansetage und Handelstage nicht verhanseln

Ich als Zugereister bin ja mit der sog. "Braunschweiger Kultur" nicht ganz so vertraut, weiß also nicht, was man in Braunschweig bzw. als BraunschweigerIn unter "Kultur" so landläufig versteht. Merkwürdig finde ich nur, dass sich, sobald man sich bei den derzeitigen kulturellen "Attraktionen" etwas in die Materie einarbeitet, herausschält, dass man uns hier irgendwas Zusammengewürfeltes zu präsentieren sucht. Weshalb eigentlich? Sei es nun Brunonia, Handelstag oder Otto IV. Was nicht passt, wird eben passend gemacht!

Braunschweig schweigt auch hier

Genauso merkwürdig ist, dass sich hier die sog. "Kulturbeauftragten" und profunde Historiker bzw. Heimatpfleger so wenig zu Wort melden. Es scheint, dass diese Events einzig und allein stattfinden bzw. teilweise mit fragwürdigen "Attraktionen" angefüllt werden, um die Handelsbilanz der Stadt ins rechte Licht zu rücken. Hauptsache, der Laden läuft und diese Sub-"Kultur" bringt genügend Gewinn. Das sei mir auch recht, dass Braunschweigs Handel läuft, muss es jedoch so frei fantasievoll garniert werden? Gibt es denn nicht genügend echte Historie, die sich neben den Einkaufevents mindestens ebenso fantasievoll präsentieren könnte?

Bürgergeschichte und -nähe wenig gefragt

Dass dabei bürgerliche Geschichte so reduziert dargeboten wird bzw. kaum Erwähnung findet, ist die Folge. Aber das scheint nicht von Bedeutung. Dabei zersetzt dieser einseitige, auf Wirtschaftlichkeit bezogene Historismus unser Bürgerbewusstsein, unser Selbstbewusstsein schlechthin und unsere Identität. Wäre es nicht sinnvoller, die einkaufenden Bürger ebenfalls mit in die Konzepte einzubeziehen - historisch wie marktwirtschaftlich?

Erleuchtung im Rittersaal

Wozu ein solcher Tag des offenen Denkmals nicht alles gut ist! Da wandere ich mal wieder durch den Rittersaal der Burg, dieses ganz und...

Wem nützt es? – „FDP fordert ehrlichere Schulnoten“

(Braunschweiger Zeitung vom 12.09.2008 - Aufmacher) - Was in aller Welt bewegt die FDP im Landtag dazu, sich auf ein Randthema zu stürzen, wo...

Samstag: Samba-Trommelworkshop von Sambattac

Sambattac bietet am kommenden Samstag (13.9.) einen Workshop zum Reinschnuppern an. 14:00h -17:30 h im Bürgerpark am ehem. FBZ. Ob jung oder alt, musikalisch...

Bericht aus Bumsdorf XV – Eine kleine Nachtmusik

Wupp.

In regelmäßigen Abständen wurde ich durch die Luft geworfen. Wupp. Wupp. Wupp.

Pause.

Ich entspannte mich. Vorbei. Endlich vorbei.

WUPP. WUPP. WUPP. Ich fühlte die Stöße, die vom Fußboden ausgingen, noch deutlicher.

Seit Anfang des Monats hatten wir neue Nachbarn. Unter uns waren zwei Leute eingezogen, die noch jünger waren als wir.

Ihr Musikgeschmack war dementsprechend.

Techno. Tag und Nacht dröhnte diese Musik durch ihre Wohnung.

Na ja, eigentlich nur nachts, denn tagsüber schliefen sie ja, als Kunststudenten hatten sie wohl nicht allzu viele Verpflichtungen.

WUPP. WUPP. WUPP.

Es reichte mir.

Leserbrief: „Freilufttrinker“

Zum Artikel in der Braunschweiger Zeitung v. 2.09.: "Junge Leute lieben die "

Fast ist es eine Stimmung wie in Rom. Die Romantik ums neue „Residenzschloss“, die Schlossarkaden richtigerweise, sind von der Bevölkerung nach dem Einkaufstress entdeckt worden. Es sind die Treppen und auch der Platz als Treffpunkt beliebt.

Nun setzen sich aber ärgerlicherweise die Freilufttrinker am Beckenrand des Brunnens nieder. Zu übersehen sind sie nicht, denn im alten Schlosspark hatten sie sich hinter Büschen oder auf Bänken niedergelassen.

Sie nun als die lautesten Protestierer gegen das Abholzen des Parks darzustellen, bedarf der Richtigstellung. Sie hatten keine Stimme, sie haben keine Lobby.

Sausüß: Rosalie ist der Familienliebling

Wildschweinferkel wurde verlassen in Querum gefunden und wird nun in Hötzum von Familie Reitmann aufgepäppelt (Veröffentlicht in der nb am Mittwoch, 13. August 2008 von Marion Korth)

Sau durchs Dorf getrieben - und dann süßsauer serviert Direkt neben diesem niedlichen Artikel findet sich in der nb-Printversion (Seite 14) gleich die Antwort darauf, wozu solch' einem detailliert-schweinchenrosa überhaupt so viel Raum gegeben wird. Heißt es nämlich dort: "Die Wildschweine "erobern" die Stadt - Auch in Braunschweig wächst der Bestand an". In diesem Artikel allerdings wird dem zuvor kindchenschematisierten Tierfreund gleich wieder die "rosa Brille" von der Nase gerissen. Er wird knallhart mit einigen "Fakten" versorgt. Wildschweine im Anmarsch, die die Stadt "erobern". Hier vorausschauend klug vom unbekannten Autor erstmal in Anführungszeichen gesetzt! Hat er wohl selbst bemerkt, dass seine schwungvolle Headline doch ein wenig zu saustark ist? Mitnichten - die Botschaft bleibt eben trotz Gänsefüßchen hängen, hebt mitunter die drohende Eroberung dieser Wildsäue hervor. Bürger in Angst und Schrecken!

Wieviel Schweinerei?

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