BGE verspielt Vertrauen – nicht nur in der Region

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Von Andreas Riekeberg und Heike Wiegel


Stellungnahme der unabhängigen Wissenschaftler bestätigt die Kritik der Bürgerinitiativen am Atommüll-Rückholplan der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) für das Bergwerk Asse II

Am heutigen Nachmittag hat die wissenschaftliche „Arbeitsgruppe Option – Rückholung“ zum Rückholplan der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Cremlingen (Landkreis Wolfenbüttel) sehr kritisch Stellung genommen.

Die Antwortversuche der BGE waren hilflos und unzureichend. Die BGE arbeitet offensichtlich gemäß politischer Vorgaben der Bundesregierung und weder hinreichend sachbezogen noch gemäß fachlicher Kriterien. Sie verdient auch keinerlei Vertrauensvorschuss in Sachen „Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll (Castor-Behälter)“.

Der „Asse 2-Begleitprozess“ ist wirkungslos und stellt nur noch eineSchein-Beteiligung dar.

Bezüglich Asse II sieht sich der Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen (A2K) vollumfänglich darin bestätigt, den sog.
Rückholplan der BGE zurückzuweisen.

1. Es besteht eine tiefe Kluft zwischen dem Anspruch, den der Titel „Rückholplan“ vermittelt, und dem Inhalt der BGE-Ausarbeitung.

2. Die BGE verhält sich absolut ignorant gegenüber dem Verlangen aus der Region, zwei konkrete Asse-ferne Standorte für ein
Atommüll-Zwischenlager in einen Vergleich einzubeziehen.

3. Die BGE vernachlässigt die Emission radioaktiver Teilchen aus dem Atommüll.

4. Für eine seriöse Zwischenlager-Suche müssen die Belastungsfaktoren in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, nicht nur die Direktstrahlung beiLKW-Straßentransporten von Atommüll.

5. Der sog. Rückholplan der BGE ist mehr daran interessiert, eine Atommüll-Konditionierungsanlage und ein langfristiges Zwischenlager an der Asse zu errichten, als daran, Mensch und Umwelt vor der Radioaktivität durch die Rückholung des Atommülls aus dem langfristig absaufenden Atommüll-Bergwerk Asse II zu schützen.

Der Asse II-Koordinationskreis bekräftigt sein Resümee vom 3. Juli 2020: Alles läuft darauf hinaus, die Errichtung von Konditionierungsanlagen und die Zwischenlagerung von Atommüll an der Asse mit unzutreffenden
Daten erzwingen zu wollen, ohne vorher die rechtliche Zulässigkeit der
Planungen und der Rückholung insgesamt zu klären.

Für detaillierte Kritik verweisen wir auf unsere Publikation „Asse Durchblicke“ Nr. 11
(http://www.asse-watch.de/pdf/Asse_Durchblicke_Nr11_web-120dpi.pdf) und den Anhang dieser Presse-Erklärung.

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