600 Braunschweiger/-innen gegen Nazis auf der Straße

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Foto: ver.di Braunschweig

Braunschweig, 27.3.2021. Rund 600 Menschen folgten heute dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts gegen eine Kundgebung der Nazi-Kleinstpartei Die Rechte. Widriges Wetter mit Sturmböen und Regenschauern erschwerten die Veranstaltung massiv.

In Redebeiträge wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass es nicht nur um Naziumzüge und deren Verhinderung geht. Im Fokus stand vielmehr der Rassismus, so wie er in sozialen Medien, aber auch in der Arbeitswelt oder auf dem Wohnungsmarkt anzutreffen ist.

Mehrfach wurde auf die lange Reihe der im Laufe der letzten Jahre von Rechten ermordeten Menschen verwiesen – über 200 seit der Wiedervereinigung: „Ermordet wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion, wegen ihres Aussehens, ihres Geschlechts oder warum auch immer sie den rassistischen Mördern nicht ins Weltbild passten. Es ist eine lange Geschichte von Leugnen, Verschweigen und Verdrängen, eine Geschichte von angeblichen Einzeltätern und angeblich Verwirrten. Es ist eine lange Geschichte der Realitätsverweigerung und sie ist bis heute nicht beendet,“ so Sebastian Wertmüller für das Bündnis. Hier der Redebeitrag.

In den regenfreien Momenten kamen u.a. Daniela Nowak (VW-Betriebsrätin), Schülerinnen der Sally Perel-Schule Volkmarode, Julia Taut vom Kulturzusammenschluss „Die Vielen“ und Nils Mittmann von den Basketball Löwen Braunschweig zu Wort.

Sebastian Wertmüller zum Ende der Kundgebung: „Und wenn dann alles mal wieder besser ist – das Wetter wie die Coronalage – dann feiern wir ein großes Fest in Braunschweig: ein Fest gegen Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus, ein Fest für Freiheit, für Vielfalt und für Solidarität!“

1 KOMMENTAR

  1. ACHTUNG – Erneute #Antisemitismus Schändung eines Stolpersteins –

    Zwei Wochen nach Brandanschlag auf Antifa-Cafe
    – Ordnungs-Dezernent Kornblum (OB-Kandidat der SPD) „berät“ #Nazis, statt zu verbieten
    – Nazis fühlen sich in #Braunschweig (sau)wohl …

    … im Dauertakt kommen die Nazis nach Braunschweig und halten die Anwohnerschaft z.B. im Eichtalviertel in Atem – das dahinterstehende Kalkül der Nazis läuft leider seit Monaten ungebremst und muss JETZT gebrochen werden.

    Die lasche, ja, schon rührende Begleitung der Nazi-Provokationen, Vergehen, Schändungen, Reifenstechereien und Verbrechen mit Körperverletzung und Brandstiftung muss durch konsequente Ahndung ersetzt werden …
    wir benötigen – so wie von Sebastian Wertmüller/verdi-bs gefordert – eine Anlaufstelle zu Antisemitismus, Rassismus und Nazi-Verfolgung und einen runden Tisch, wie gestern auf der Kundgebung gegen Rechts geforder …

    Hier zur Beurteilung der frisch geschändete Stolperstein einer jüdischen Bewohnerein des Hauses Rosental 10, die noch 1945 von den Nazis ermordet wurde
    https://www.facebook.com/peter.rosenbaum.5

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