Alle Jahre wieder – Golf-Klub erhält auch für 2007 wieder öffentlichen Zusch

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Willkommen im traditionsreichen Golb-Klub im Herzen von Braunschweig. So heißt es auf der Internetseite: Gründungsmitglieder des elitären Vereins waren u. a. das Herzogspaar Ernst August und Viktoria Louise, Geheimrat Dr. Heinrich Büssing – um nur einige zu nennen.

Heute ziehen andere im Klub die Fäden, wie Professor Dr. Mau, Leiter der Kinderklinik Hollwedestraße, Dr. Klaus Schubert, Ehrenpräsident der IHK (und Förderkreis), sowie Joachim Hausherr, Anwalt und Notar – die das schwere Erbe angetreten haben, den „armen“ Verein über Wasser zu halten.

Bereits im letzten Jahr wurde dem Golf-Klub dank des CDU-dominierten Sportausschusses ein Zuschuss von 10.000 € aus städtischen Mitteln gewährt. Rein formell sind solche Zuschüsse an Sportvereine für Investitionen und besonderen Erhaltungsaufwand gerechtfertigt und für manche Vereine auch bitter nötig.

Wo bleibt die Moral?

In diesem 200 Mitglieder starken Verein sind Mitgliedsbeiträge zu zahlen, die ein Normal-Verdiener, geschweige denn ein Hartz 4 Empfänger nie aufbringen kann. Zusätzlich zur Aufnahmegebühr (Betrag unbekannt) müssen Neumitglieder eine Investitionssumme zahlen, die großzügiger Weise auch in Raten gezahlt werden kann.

Während der OB Kinderarmut zur „Chefsache“ macht und wir über Bildungsarmut, Sozialleistungen, Arbeitslosigkeit, Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Strom, Gas und vieles mehr sprechen, treffen sich die „alten Mittwochsmänner“ an der Driving-Range zum geselligen und sportlichen Abschlag. Unter freiem Himmel ist diesen „alten Herren“ der Abschlag nicht zuzumuten. Also muss ein Dach darüber – wobei drei von fünf Abschlagsplätze schon überdacht sind. Die Saison dauert von April bis September.

Aber da gibt es ja Freunde im Rathaus und einen Sportausschuss. Eine Hand wäscht die andere. Man erinnert sich an 2006 und die „Allianz für Braunschweig“, das Bündnis, das Hoffmann u. a. den Wahlkampf mit finanzierte. Schnell ein Antrag gestellt und ab geht die Post: Erneuerung der Übungs-Anlage Driving Range:

Gesamtkosten betragen 75.000 Euro. Beantragter Zuschuss: 30.000 Euro. Vorschlag der Verwaltung: 9.500 Euro. Na also, geht doch. Einen Stempel braucht es noch und das macht dann der Sportausschuss. CDU, SPD, FDP und Grürne stimmten dem Antrag der Verwaltung zu.

Alle Jahre wieder …

Die Bezuschussung ist im Rahmen der Förderrichtlinien ürberprüft worden. Die Driving Range stellt das Übungsgelände des Klubs dar. Sie besteht aus einem Unterstand zum Training bei schlechtem Wetter und zusätzlichem Gelände mit Abschlagplätzen. Die Einstufung für Erhaltung und Pflege der Anlage entspricht Priorität II. Wesentliche Bestandteile des Gesamtprojektes (Erhöhung der Zahl der Übungsplätze von drei auf vier) sind jedoch Priorität IV (Ergänzung und Erweiterung) zuzuordnen. Die Verwaltung schlägt daher vor, die Maßnahme anteilig mit „nur“ 9.500 Euro zu bezuschussen.

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