Der ewige Streit: Wildkräuter in der Stadt

Löwenzahn im Rinnstein

Die Bekämpfung von Wildkräutern im Stadtgebiet ist seit etwa 30 Jahren umstritten. Oft sind es ästhetische Ansprüche und Reinlichkeitsvorstellungen, die die Kommunen veranlassen, zu Hacke, Pflanzengift oder Gasflamme greifen zu lassen, um die Wildkräuter abzutöten. Der offizielle Grund, der oft genannt wird, ist jedoch die "Verkehrssicherungspflicht".

Trotzdem: Eine bundesweite Untersuchung aus dem Jahre 1985 ergab, dass von 125 Kommunen aller Größen 74 ein Herbizidverbot erlassen hatten. Grund dafür war eine massive Umweltdiskussion in der Bevölkerung, die Erkenntnis, dass hier Pflanzengifte angewandt werden, die mit der Produktion von Nahrungspflanzen nichts zu tun haben - also nur aus ästhetischen Gründen und das Auffinden von Herbizidwirkstoffen in Oberflächengewässern. In Fachkreisen wurde zusätzlich diskutiert, ob die Bekämpfung überhaupt mit dem gesetzlich vorgeschriebenen "Integrierten Pflanzenschutz" vereinbar sei.

In Braunschweig wurde das über etwa zehn Jahre gültige Herbizidausbringungsverbot durch die CDU und FDP mit der Stimme des OB Dr. Hoffmann wieder aufgehoben. Inzwischen wird die Problematik wieder diskutiert. Ursache dafür ist der ins Gerede gekommene Wirkstoff Glyphosat, der fast ausschließlich noch verwendet und in Oberflächengewässern gefunden wird.

Expertenhearing: „Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten - Fracking“

Am Dienstag, den 03. Juli, von 17:30 bis ca. 20 Uhr findet ein Expertenhearing zum Thema „unkonventionelle Gasförderung“ statt. Auf dem Podium werden Vertreter verschiedener Interessensgruppen über das Thema informieren – anschließend finden Diskussion und Publikumsfragen statt. Auf dem Podium vertreten sind Landes- und Bundesbehörden, das Petrolunternehmen BNK, die Bürgerinitiative „Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land“ sowie der Wasserverbandstag.

Organisator des Hearings ist der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), der durch einstimmigen Beschluss des Braunschweiger Rates vom 20. März mit der Durchführung betraut wurde.

Mehr zum Hearing beim ZGB: http://www.zgb.de/barrierefrei/content/aktuelles/aktuelles.shtml

Weitere Informationen zu den Themen „Fracking“ und „unkonventionelle Gasförderung“ erhalten Sie beim Arbeitskreis Fracking (www.ak-fracking.de) und bei der Vereinigung „Gegen Gasbohren“ (www.gegen-gasbohren.de).

 

 

Landschaft als Kraftwerk

Die Ev. Akademie Abt Jerusalem lädt zum 26. Juni und 5. Juli zu den Veranstaltungen „Landschaft als Kraftwerk I“ und „Landschaft als Kraftwerk II“ ein.

Die Referenten, Dip.-Ing. Claus Hermann (hochC Landschaftsarchitektur Berlin), Prof. Dr. Martin Prominski (Institut für Freiraumentwicklung, Universität Hannover) und Prof. Dr. Sören Schöbel (Fachgebiet für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume, Technische Universität München) zählen zu den wenigen Freiraum- und Landschaftsplanern in Deutschland, die sich eingehender mit landschafts- und freiraumkonzeptionellen Fragen der Energiewende befassen.

"Asse-Lauge in die Nordsee? Spinnen die jetzt? Lassen sich größere Wassereinbrüche in Asse II bewältigen?"

Der Asse-II-Koordinationskreis stellt seine Konzept-Skizze "Pumpen statt Fluten" zur Diskussion und lädt ein
20. Juni AudiMax der Fachhochschule Ostfalia Salzdahlumer Straße 46/48, Wolfenbüttel

mit Dr. habil. Ralf Krupp und Dr. Frank Hoffmann



Am 6. Juni präsentierte der Asse II-Koordinationskreis in Hannover seine Konzept-Skizze "Pumpen statt Fluten" vor der Presse und startete am 8. Juni seine Kampagne "20 Tage - 20.000 Unterschriften gegen die Flutung der Asse".

Bildquelle: Zeitung "Asse-Alarm"

 

Die energetische Gebäudesanierung rechnet sich

Mit der energetischen Gebäudesanierung kann der Energiebedarf von Bestandsgebäuden um 50 bis 90 Prozent verringert werden. Das ist unstrittig. Doch sind diese Energieeffizienzmaßnahmen auch wirtschaftlich? Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat jetzt unter Mitarbeit des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) eine zweiteilige Studie veröffentlicht, worin die Wirtschaftlichkeit von energetischer Sanierung sowohl im Mietwohnungsbau als auch bei selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern untersucht wird. Zur vollständigen Information.

 

 

Foto: © Viktor Mildenberger / PIXELIO.de

 

 

 

Lichterketten - News 3

Noch 3 Tage bis zur Lichterkette

Lichterketten-Büro
Umweltzentrum Braunschweig, Ferdinandstraße 7,
38118 Braunschweig

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   0176 - 5952 62 28

 

Überregionale Beteiligung

"Ich werde nach der Demo in Hannover auf dem Opernplatz mit dem Zug nach Braunschweig kommen und mit Euch in dieser schönen Aktion Fukushima gedenken und in der Lichterkette ein Zeichen setzten, dass die Energiewende bei uns noch lange nicht gelaufen ist und wir weiterhin sehr wachsam die Atomlobby und deren Freunde in den Regierungen beleuchten müssen!", schrieb jemand auf Facebook. Und tatsächlich melden sich immer mehr Freunde und Freudinnen an, die nicht aus der unmittelbaren Region kommen. So z.B. aus Diepholz, dem Wendland, Hannover, Korbach, Göttingen oder Hildesheim. Sprecht bitte wenn möglich noch kurz mit dem Organisationsbüro ab, wo Ihr an der Lichterkette teilnehmt. Wir setzen dann auf der GoogleMap einen Punkt für Euch. 

 

Wo Ihr noch gebraucht werdet, um die Lichterkette zu schließen . . .

Die z. Zt. größte Lücke haben wir im Salzgitter Gebiet auf der B 248 (Frankfurter Straße) zwischen der L 614 (Wolfenbütteler Straße) und Salzgitter-Thiede. In der GoogleMap gut zu finden im Anschluss an das Treckersymbol. Info-Punkte anmelden oder einfach hinkommen.

 

Ärger mit Maulwürfen auf Sportplätzen

Beate Gries (B90/Die Grünen) stellvertretende Bezirksbürgermeisterin im Bezirksrat Lehndorf-Watenbüttel sendet folgende Presseinformation.

  Foto: Dieter Haugk_pixelio

In milden Wintern und im Frühjahr sieht man sie überall häufiger. Die Ergebnisse unterirdischer Bautätigkeit. Hier wird gegraben. Auch im Winter macht der Bauherr keine Pause. Die Rede ist hier vom Maulwurf. Der macht Probleme. Vor allem auf Sportplätzen, die im Winter nicht bespielt wer-den. Dort ist in der spielfreien Zeit Ruhe und deshalb werden diese Orte vom geräuschempfindlichen Bauherren nun bevorzugt aufgesucht. Was können die geplagten Sportvereine nun unternehmen? Schließlich geht eine gewisse Gefahr von den Maulwurfshügeln beim Spielbetrieb aus.

Gemeinden dürfen Megaställe verbieten

zusammen mit einem "Hühner-Ballett" präsentierten wir vergangenen Mittwoch vor der Sitzung des Bundeskabinetts über 120.000 Unterschriften unter unseren Appell gegen Megaställe. Und es hat sich wahrlich gelohnt: Agrarministerin Aigner gab ihren Widerstand gegen ein neues Baugesetz von Minister Ramsauer auf (Siehe Bericht im B-S). Künftig dürfen Gemeinden Megaställe verbieten - ein klasse Erfolg!

Die Entscheidung zeigt, wie wirksam unser gemeinsamer, hartnäckiger Protest sein kann: Vor zwei Wochen blockierte Aigner noch Ramsauers wegweisenden Gesetzentwurf - wir starteten unseren Appell. Sie lenkte daraufhin etwas ein, wollte aber nach uns vorliegenden Informationen eine bundeseinheitliche Regelung verhindern. Wir legten mit einer Presseaktion nach: Eine Ramsauer-Puppe befreite vor dem Kanzleramt Hühnerpuppen aus "Aigners Megastall", die sich per "Hühner-Ballett" bedankten. Viele Fotografen und Fernsehteams waren vor Ort.

Schauen Sie unseren Kurzfilm zur Aktion: https://www.campact.de/campact/spenden/support3

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