Richard Borek zum Ehrenbürger der Stadt ernannt

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Gestern, am 10. Juni 2019, wurde der Kaufmann Richard Borek vom Oberbürgermeister Ulrich Markurth zum Ehrenbürger der Stadt Braunschweig ernannt. Borek schrieb sich in das Goldenen Buch der Stadt ein.

Die Wahl zum Ehrenbürger war im Rat und in weiten Teilen der Bevölkerung umstritten. Trotzdem fanden sich nur sehr wenige BürgerInnen ein, um vor dem Altstadtrathaus zu demonstrieren.

1 KOMMENTAR

  1. Die Auswahl Richard Boreks zur Ehrenbürgerschaft und die Ratsbeteiligung waren keine Sternstunde demokratischen Meinungsbildung. Denn nun steht im Raum, dass seitens des Oberbürgermeisters eine Falschinformation über die angebliche Verfolgung der Borek-Familie in der Nazi-Zeit bemüht wurde, quasi als Notbremse, um die Kritiken an Richard Borek am 25. Juni 2019 im Rat verstummen zu lassen.

    Und nun wird es spannend, was diese Information wert ist und wo sie herkommt.
    Zu einer Presseanfrage der Redaktion von „Unser-Braunschweig“ an die Pressestelle des Rathauses, die Quelle für die Aussage der Nazi-Verfolgheit zu benennen, ließ das Rathaus nur antworten, diese Information sei dem Oberbürgermeister „bekannt“ gewesen – ohne weitere Quellenangabe – und wörtlich:
    „Im Übrigen bitten wir, zu Fragen der Familiengeschichte die Familie Borek selbst zu befragen.“ (Antwort des Rathauses vom 8.Juli 2019)

    Heißt das, Richard Borek selbst oder ein Mitglied seiner Familie ist die Quelle?
    Waren sie es, die dem Oberbürgermeister diese Information über eine Nazi-Verfolgtheit der Väter im Vorfeld der Laudatio gesteckt haben?

    So geht es nun wirklich nicht.
    Was hat Oberbürgermeister Markurth geritten, mit solch sensiblen Aussagen die Kritiker während der Debatte im Rat auszuhebeln und dann die Flüsterer der vermeindlichen Informationen – selbst auf Nachfrage – nicht zu benennen?

    Die Quellen über die Nazi-Verfolgtheit müssen auf den Tisch.

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