Schwarz-Grün will jetzt räumen lassen

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Von Wolfgang Pomrehn (Telepolis)

14.1.23 DEMO: Auf nach Lützerath!

Gegen die Räumung – für Kohleausstieg & Klimagerechtigkeit

Die Grünen verabschieden sich mehr und mehr von Klimaschutz. Sie planen im Januar gemeinsam mit der CDU, den Weg für RWE im Braunkohle-Tagebau Garzweiler II freizumachen. Ein schmutziger Deal mit Folgen.

Die dafür notwendige Konfliktbereitschaft scheint den Grünen inzwischen – nach Beteiligung an Angriffskriegen, Aufrüstungsprogrammen, Autobahnbau durch den Dannenröder Forst, Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und LNG-Terminals für Frackinggas aus den USA – völlig abhandengekommen zu sein. Also steht der Republik wohl nach drei Dürrejahren, einem fast ausgetrocknetem Po und dem katastrophalen Juli-Hochwasser 2021 im Rheinland der nächste Polizeigroßeinsatz gegen die Klimaschutzbewegung bevor. Weiter

14.1.23 DEMO: Auf nach Lützerath!

Ein Hauch von Wendland, denn Widerstand verpflichtet. Die Flagge von „Republik Freies Wendland“ ist dabei.

Aufruf: Gegen die Räumung – für Kohleausstieg & Klimagerechtigkeit

Im Januar will der Energiekonzern RWE Lützerath zerstören, um die Kohle darunter zu verfeuern. Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger und das rheinische Braunkohlerevier die größte CO2-Quelle Europas. Allein im Tagebau Garzweiler plant RWE noch weitere 280 Millionen Tonnen des Klimakillers Braunkohle zu fördern: Damit rückt die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze aus dem Pariser Klimaabkommen in weite Ferne.

Greta Thunberg ist zu Gast

Bereits jetzt spüren wir die Folgen der Erderhitzung immer stärker: Extreme Hitzewellen und Fluten wie im Ahrtal oder erst kürzlich in Nigeria werden immer häufiger und fordern viele Todesopfer. Weltweit verlieren Millionen Menschen schon heute durch die Klimakrise ihre Lebensgrundlagen – im vergangenen Jahrzehnt mussten jährlich mehr als 20 Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen. Dennoch steigen die globalen Emissionen immer weiter. Deutschland muss, als eines der Länder mit der historisch größten Klimaschuld, den Kohleabbau so schnell wie möglich stoppen. Denn jede weitere Tonne Kohle, die wir im Rheinland abbaggern, verursacht weltweit und vor allem in Ländern des Globalen Südens noch mehr Leid und Krise.

Konfrontation. Foto: Ede/Twitter

Seit über zwei Jahren leisten Menschen in Lützerath Widerstand gegen die fossile Zerstörung – wie damals im Hambacher Wald. Sie haben Baumhäuser, Hütten und Solaranlagen errichtet, den Ort wiederbelebt und zeigen uns allen, dass eine solidarische Gesellschaft möglich ist. Doch die schwarz-grüne Landesregierung hat gemeinsam mit der Bundesregierung und RWE entschieden, das Dorf noch diesen Winter für die Kohle abzureißen. Die Räumung steht Mitte Januar bevor – dem stellen wir uns mit einer kraftvollen Demo am Samstag, den 14. Januar in Lützerath entgegen. Gemeinsam mit tausenden Menschen und in Solidarität mit der globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit fordern wir von den Verantwortlichen:

  • Die Räumung von Lützerath stoppen.
  • Die Kohle unter Lützerath muss im Boden bleiben!
  • Einen bundesweiten Kohleausstieg, der kompatibel ist mit der 1,5°-Grenze – sowohl im Rheinland als auch in Ostdeutschland.

Der Protest gegen die Räumung wird bunt und vielfältig sein. Wir nehmen unsere demokratischen Rechte wahr, treten ein für die fossilfreie Zukunft und stellen uns dagegen, dass Klimaaktivismus kriminalisiert wird. Am Samstag, 14. Januar um 12 Uhr demonstrieren wir zwischen Dorf und Kohlebagger und fordern: Lützerath bleibt!

Alle Fotos: Presseseite von „Alle Dörfer Bleiben!“ Text zu den Fotos: Uwe Meier

Zur Demo rufen auf:

Alle Dörfer Bleiben
BUND
Campact
Fridays For Future Deutschland
Greenpeace Deutschland
Klima-Allianz Deutschland
Lützerath Lebt!
NAJU NRW

Unterstützer*innen:

.ausgestrahlt

Spendenkonto:

BUND NRW e.V.
IBAN: DE74 3702 0500 0008 2047 09

Coronaschutz:

Wir bitten um die Einhaltung der 3G-Regel. Bitte tragt außerdem Masken und haltet ausreichend Abstand ein!

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