Die Schunter: Plädoyer für ein kleines Flüsschen

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Foto: UAN, BS|ENERGY

Die Schunter meidet Braunschweig. Derweil die Oker die Stadt umfliesst und die Wabe der Stadt in Riddagshäuser Niederungen begegnet, entzieht sich das 58 Kilometer lange Flüsslein dem Braunschweiger und der Braunschweigerin. Die „Schuntersiedlung“ im Norden bleibt das letzte Memorial an eine ehemalige Landwirtschaftsabflussrinne, die keinerlei Charme versprühte.

Dass dies alles Vorurteile sind, will nun das Land Niedersachsen beweisen. „Alles im Fluss“ lautet das Motto der zweiten Gewässerwoche Niedersachsens. In diesem Jahr laden die Veranstalter in das faszinierende Einzugsgebiet der Schunter ein. Von der Quelle bei Räbke bis zur Mündung in die Oker bei Groß Schwülper. Ländliche Gegenden prägen die Region ebenso wie Abschnitte mit dichter Besiedelung. Beeindruckend ist z.B. die wirtschaftliche Nutzung der Wasserkraft für die Vielzahl an Mühlen. Historisch prägend ist die Geschichte des Bergbaus im Helmstedter Revier.

Auch heute ist vieles „im Fluss“ an der Schunter. Die Gewässerwoche Schunter ab dem 19. Mai bietet ein vielseitiges Programm für Groß und Klein. Fast alle Veranstaltungen können kostenlos besucht werden. Infos unter https://www.gewaesserwoche.de/ .

Die Stadtverwaltung stellt interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Mittwoch, 15. Mai, die Renaturierung der Wabe im Süden der Stadt vor. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr an der Staustufe der südlichen Stadtgrenze. Sie ist erreichbar mit dem Fahrrad oder zu Fuß über die Straße Mühlentrift in Rautheim, dann über die Wabebrücke und rechts ab auf den Weg nach Süden. Die Tour dauert ca.1,5 Stunden.

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