Chinas Meinungsmacht, überall!

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Quelle: Pixabay

In der FAZ beschreibt Hendrik Ankenbrand eine erschreckende Entwicklung in den USA. Ein Geschäftsführer eins NBA-Basketballclubs schreibt in einem Tweet: Kämpft für Freiheit. Steht an der Seite Hongkongs.“ (Fight For Freedom. Stand With Hong Kong.)

Dann folgt eine Welle der Empörung aus China, Rückzug des Team-Sponsors und wetierer Sponsoren, Ausschluss bei TV-Übertragungen, Berichte im Fernsehen.  Der Zwischenzeitliche Rausschmiss des Geschäftsführers durch den Inhaber brachte keine Mäßigung, ebenfalls nicht reumütige Tweets des ehemaligen Geschäftsführers bleiben ohne Erfolg.

Chinas wirtschaftliche Macht macht Meinung. Es ist erschreckend zu lesen, wie sehr die öffentliche Wahrnehmung des Themas Hongkong hier öffentlich gelenkt wird. Die zentrale Machtstruktur in China (Politik, Wirtschaft, Presse) zeigt sich hier in seiner geballten Kraft.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir in Deutschland dies ebenfalls so deutlich spüren werden (erste Botschaften gab es bereits). Aber viele lernen jetzt schon, China öffentlich zu kritisieren ist nicht angesagt. Wir schweigen lieber oder sagen, was wir glauben, dass China gefällt.

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1 KOMMENTAR

  1. Bisher werden die Medien international sehr stark von der USA beeinflusst. China liegt da noch weit zurück, ist also noch längst nicht so „erfolgreich“ wie die USA. Auch der Stiel der internationalen chinesischen Nachrichten ist ausgesprochen langweilig. Der Artikel behandelt mehr den Ausnahmefall.

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