DER Antikriegsfilm – eine Erzählung vom Horror des Stellungskriegs im 1. WK
Sehr spät, aber nicht zu spät: Das Gesetz zu einer Verbrauchersammelklage oder Musterfeststellungsklage
Helmut Kramer vor dem ehemaligen Hinrichtungshaus im Wolfenbütteler Gefängnis. Heute werden hier der Opfer gedacht, die hier hingerichtet wurden. Kramer rettete damals das Haus vor dem Abriss. Ihm ist damit letztendlich die heutige Gedenkstätte zu verdanken. In seinem Sinne soll hier nicht nur der Opfer gedacht werden. Vor allem soll in der Gedenkstätte über die Täter, insbesondere über die Schreibtischtäter mit ihrem juristischen Instrumentarium, geforscht und publiziert werden. Denn die, und nicht die Opfer, sind der Schlüssel dafür, dass sich Vergleichbares nicht wiederholt. Foto Uwe Meier
Neben vielen anderen juristischen Querelen hat Volkswagen seit dem 1. November 2018 eine Sammelklage von VW-Geschädigten am Hals, jener Verbrauchersammelklage, an die sich jeder von dem Diesel-Skandal betroffene VW-Kunde kostenlos und ohne Risiko anschließen kann, mit nicht mehr als nur einem Mouse-Klick. Ermöglicht wird dies durch ein neues Gesetz: Das Gesetz zur Einführung einer zivilprozessualen Feststellungsklage.
1918: Was für ein Jahr! Und dann noch der 9. November
100 Jahre Kriegsende St. Katharinen am 11.11.
Weltweites Glockenläuten erinnert an Ende des Ersten Weltkrieges
Mit weltweitem Glockenläuten soll am 11. November an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert werden. In zahlreichen Ländern würden an diesem Tag zur Mittagszeit Glocken erklingen, um damit den über 17 Millionen Opfern des Ersten Weltkriegs zu gedenken.
Novemberrevolution – heute vor 100 Jahren wurde der Herzog abgesetzt
Heute vor einhundert Jahren, am 8.11.1918, dankten die Herzöge ab und die Demokratie hielt Einzug in Braunschweig. Nachdem an diesem Tage vormittags erneut tausende Menschen gegen die Zustände im Herzogtum demonstriert hatten und auf dem Schloss die rote Fahne gehisst wurde, ging nachmittags eine Abordnung unter der Führung von August Merges in das Schloss und forderte Herzog Ernst August zur Abdankung auf. Dieser dankte nach kurzer Bedenkzeit ab und verließ Braunschweig am Tage darauf.
1918 – War es eine Revolution?
Vortrag und Diskussion
Referent: Dietrich Kuessner
Veranstalter: Friedenszentrum BS e.V., Friedensbündnis Braunschweig
Das Image von Angela Merkel hat mit der Realität nicht viel zu tun
Staatstheater Braunschweig: Nur die Carmen schlug den Lukas
Vier von fünf BraunschweigerInnen waren einmal im Jahr in ihrem Theater
Ob umstritten oder nicht – die „Carmen“ auf dem Burgplatz war das Zugpferd in der Zuschauergunst der Theaterbesucher. Foto: Staatstheater Braunschweig / stage picture Bettina Stoess
198.121 zahlende Zuschauer haben in der ersten Spielzeit von Generalintendantin Dagmar Schlingmann Aufführungen des Staatstheaters oder des Staatsorchesters besucht. Somit waren, statistisch gesehen, 4 von 5 BraunschweigerInnen einmal im Jahr im Musentempel in den Wallanlagen, den kleinen Spielstätten des Neuen Hauses oder Konzerten in der Stadthalle. Und auf dem Burgplatz. Und da beginnt das Problem.
Allein 24.859 Personen; sprich: ein Achtel der gesamten Jahresbesucherzahl, entfiel auf das „Event“ Burgplatz Open Air, das trotz vielerlei künstlerischer und dramaturgischer Schwächen (wir berichteten mehrfach) einen Publikumsmag-neten darstellte – da kann man sehen und gesehen werden und hinterher stolz den „Torrero“-Anstecker an die Bluse klemmen. Damit hat die „Carmen“ in der abgelaufenen Saison klar „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ geschlagen. Das wundervolle Weihnachts-Kinder-Familienevent rangierte mit 20.828 BesucherInnen auf Platz 2 des Saisonrankings. Womit schon fast 25 Prozent der Staatstheater-Saisonauslastung abgedeckt wären.
Braunschweiger Bakterienfresser auf dem Vormarsch
Braunschweiger Filmfest startet furios mit „Panzerkreuzer Potemkin“
Paukenschläge zum Festivalauftakt mit dem Braunschweiger Staatstheaterorchester
Filmfest-Vorstand Edgar Merkel eröffnet in der Braunschweiger Stadthalle das 32. Internationale Filmfest. Foto: Marcus von Bucholz
Mit einem Filmkonzert zu Sergej Eisenstein's berühmtem Revolutions-Epos „Panzerkreuzer Potemkin“ setzten das Braunschweig International Film Festival und das Staatstheater Braunschweig einen mächtigen Paukenschlag. Unter dem Taktstock von Komponist Yati Durant (erschuf die Filmmusik im Jahr 2005) erbebte die Stadthalle zu einem Film, der trotz seiner propagandistischen Inszenierung als Meilenstein der Filmgeschichte und einem der besten Filme überhaupt zählt.

Die Partitur des Komponisten und Dirigenten Yati E. Durant, der das Eröffnungskonzert leitete. Foto: Marcus von Bucholz
Das Drama um Matrosenaufstand und fehlgeschlagene russische Revolution im Jahre 1905, zwanzig Jahre später von den Sowjetherrschern in Auftrag gegeben, fesselt Historiker wie Cineasten bis heute gleichermassen. Staatstheater-Intendantin Dagmar Schlingmann: „Mich fasziniert die Schnitttechnik und Montage des Werks. Theater und Film werden gern als Gegensatz dargestellt. Mit diesem Film wurde das Kino der kommenden Jahrzehnte geprägt und hat auch das Theater beeinflusst.“ Leider auch den Film selbst – umstrittene Werke wie „Triumph des Willens“ von Leni Reifenstahl, nahmen dankbar die ballettartige Choreographie von Massenszenen, das Ineinanderlaufen von Bewegungen, die Bildwiederholungen und das ikonographische Spielen mit Nahportraits auf.







































