„Minna – ein Leben in Braunschweig“
Das Brunsviga-Musical......
......ist der unvergessenen, aber für viele auch umstrittenen MINNA FASSHAUER gewidmet.
Sie erlebte die für die Löwenstadt so turbulente Zeit um das Jahr 1918, als der Herzog abdanken musste, die Rote Fahne über dem Schloß wehte und die junge Demokratie im damaligen Freistaat nie richtig Fuß fasste und schließlich als eines der ersten deutschen Länder die Nazis an die Macht kommen ließ. Minna Fasshauer ging in die Geschichte ein als erste Frau überhaupt in Deutschland, die ein Ministeramt übernehmen konnte.
32. Internationales Filmfestival Braunschweig eröffnet heute mit Filmkonzert „Panzerkreuzer Potemkin“
Das 32. Internationale Filmfestival Braunschweig eröffnet heute Montag, 5. November, 19:00 Uhr mit dem Filmkonzert „Panzerkreuzer Potemkin“ in der Stadthalle Braunschweig. Den Filmklassiker von Sergej Eisenstein begleitet das Staatsorchester Braunschweig unter Leitung des amerikanischen Dirigenten und Komponisten Yati Durant.
Der Hauptpreis des Festivals, die „Europa“, geht in diesem Jahr an die französische Schauspielerin und Regisseurin Sandrine Bonnaire. Der Preis, den Volkswagen Financial Services stiftet, ist mit 20.000 Euro dotiert.
Den „Weißen Löwen“ für das Lebenswerk eines bedeutenden Filmkomponisten verleiht das Festival an den CAN-Gründer Irmin Schmidt. In einer Deutschlandpremiere präsentiert er mit dem Staatsorchester Braunschweig am 7. November das Filmkonzert „CAN-DIALOGUE for large orchestra“.
November 1918: Die Revolution erreicht Braunschweig
Wer geschichtlich nur am Rande interessiert ist, sich aber trotzdem einen kurzen Überblick verschaffen möchte was vor 100 Jahren im November in Braunschweig los war, dem sei hier "100 Jahre Novemberrevolution Braunschweig“auf Wikipedia empfohlen und bei gewecktem Interesse die Ausstellung „Baustelle Demokratie".
Im TAZ-Beitrag "Sieg oder Niederlage?" von Benno Schirrmeister, werden die Ereignisse im November in Braunschweig und Bremen interpretiert. Wie so oft in der Geschichte gibt es Streit über die rechte Interpretation. Ein Grußwort des Ministers Björn Thümler (CDU und Kultusminister) für eine Broschüre zum 100. Jahrestag der Revolution in Deutschland war zuvor von Stefan Wenzel (Grüne) kritisiert worden. Der Landtagsabgeordnete stieß sich vor allem an einer Formulierung, die Revolution von 1918/19 habe „den Keim kommenden Unheils in sich“ geborgen. Der Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler (CDU), und selber Historiker, hat die Vorwürfe des Grünen Landtagsabgeordneten Stefan Wenzel zurückgewiesen, er betreibe Geschichtsverdrehung.
„Adressat unbekannt“ – Lesung im BAD-Bistro am 9. Nov. 18, 19:00 Uhr, Eintritt frei...
Michael Westphal und Johannes Heinen bei der Lesung von "Adressat unbekannt" in der Aula des Braunschweig-Kollegs 2017
Am 100. Jahrestag der Novemberrevolution setzt der Förderverein seine Reihe "BAD-Kultur " mit einer Lesung des Romans "Adressat unbekannt" fort. Die Novemberrevolution hat zwar die erste Demokratie Deutschlands hervorgebracht, bei den Gegnern der Demokratisierung zugleich aber auch die antisemitische Aktivitäten verstärkt.
"Adressat unbekannt", ist ein Briefroman der amerikanischen Autorin Kathrine Kressmann Taylor aus dem Jahr 1938. In Form eines Briefwechsels schildert er die tragische Entwicklung einer Freundschaft zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme. Es lesen Johannes Heinen und Michael Westphal. Musikalischer Rahmen: "Duo Unterwegs".
Gedenkstättenforum widmete sich dem Schicksal der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Pressemitteilung der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel vom 02.11.2018
Die Beteiligten freuten sich über ein erfolgreiches und gut besuchtes Gedenkstättenforum: (v.l.n.r.) Reiner Lüdtke von den Zeugen Jehovas Braunschweig; Martina Staats, Leiterin der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel; Prof. Dr. Thomas Henne, Vorsitzender der Internationalen Expertenkommission zur neuen Dauerausstellung; Berthold Mehm; Dr. Detlef Garbe, Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. ©Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
Im gut gefüllten Ratssaal fand am gestrigen Abend das 8. Wolfenbütteler Gedenkstättenforum zum Thema „Die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus – der Fall Berthold Mehm“ statt. Der Einladung der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel waren zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Angehörige der Glaubensgemeinschaft gefolgt.
Immer wieder Cannabis!
Cannabistee in Braunschweig
Seit diesem Sommer lesen wir wiederholt in der Braunschweiger Zeitung von dem Kampf der Braunschweiger Staatsanwaltschaft mit ihrem Herausforderer, der Hanfbar, und könnten amüsiert die Beobachterrolle in dem „Schauspiel“ einnehmen, hätte es nicht für den Betreiber so schwerwiegende Folgen wie Inhaftierung und Untersuchungshaft. Und das alles wegen eines Kräutertees, der allenfalls eine beruhigende Wirkung hat vergleichbar mit Melisse oder Baldrian, aber keinesfalls zu einem Rausch taugt. Hier wird mit Kanonen auf Ziele geschossen, die als solche erst durch falsch formulierte Gesetze geschaffen werden. Eine Neuformulierung der entsprechenden Betäubungsmittelgesetze ist an diesem Punkt dringend erforderlich. Es wäre hilfreich, wenn die Staatsanwaltschaft nicht Scheinübeltäter verfolgt, sondern in diesem Verfahren den Ball flach hält und sich im Justizministerium für eine Reform einsetzen würde!
Stadtrundgang zur Reichspogromnacht 1938 in Peine
Stadtrundgang zur Reichspogromnacht 1938 in Peine - die Stadt von Sally Perel, dem Namensgeber der IGS Volkmarode (um)
Die brennende Synagoge in Peine, 10. November 1938 (Stadtarchiv Peine)
Der Arbeitskreis Andere Geschichte e.V. aus Braunschweig erinnert gemeinsam mit dem Kreisheimatbund Peine e.V. mit einem Stadtrundgang an die Ereignisse in der Reichspogromnacht in Peine vor 80 Jahren. Die Ereignisse dieses Tages lassen sich sehr genau nachvollziehen. Vor allem die Akten des Nachkriegsprozesses um die Ermordung des 17-jährigen Hans Marburger bieten dazu reichlich Material. In ihnen werden die Tatorte und Täter jener Stunden akribisch dokumentiert.
Der Stadtrundgang wird von Dr. Jens Binner, Historiker und 2. Vorsitzender des Kreisheimatbundes Peine e.V. durchgeführt. Der Rundgang beginnt am Sonntag, dem 11. November um 14 Uhr, Treffpunkt ist der Marktplatz in Peine.
Staatstheater: Der Fliegende Holländer als maritime Geisterstunde mit einseitig liebevoller Erlösungsstimmung
Mit Richard Wagners Oper „Der Fliegender Holländer“ eröffnet das Staatstheater Braunschweig glanzvoll die neue Opernsaison
Von links nach rechts: Jaco Venter (Der Holländer), Zhenyi Hou (Mary), Inga-Britt Andersson (Senta), Isabel Ostermann (Operndirektorin) Michael Eder (Daland), Srba Dinic (Generalmusikdirektor), Matthias Stier (Der Steuermann), Julia Burkhardt (Kostümbildnerin), Valeska Stern (Dramaturgin Musiktheater) und Kwonsoo Jeon (Erik)
Schon vor Beginn der Oper stimmte die Regisseurin Isabel Ostermann, die seit der letzten Spielzeit am Staatstheater Braunschweig als Operndirektorin wirkt, die Zuschauer im Großen Haus mit bedrohendem Gewitter vom Band sowie Blitzen im Zuschauerraum und mit großem Segelschiffmodel in der Eingangshalle auf den „Fliegenden Holländer“ ein. Wer bei „Blitz und Donner“ an Johann Strauß Schnellpolka denkt, findet sich in Braunschweig im „Fliegenden Holländer“ wieder. Isabel Ostermann ist mit ihrer Inszenierung der romantisch gruseligen Seefahreroper eine dichte, dramatische Darstellung gelungen, die packend und nicht althergebracht ist. Der Holländer auf der Bühne des Staatstheaters wirkt alt und abgekämpft und es ist nicht nachvollziehbar, warum sich das blonde Mädel Senta unsterblich in ihn verliebt. Das Einheitsbühnenbild von Stephan von Wedel bietet eine geräumige Spielfläche und lässt sich als Empfangshalle eines Schifffahrtskonzerns interpretieren. Hier sind Dalands Schiff auf der linken Seite und das des Holländers auf der rechten Seite als Modelle zu erkennen. Eine Uhr am Bühnenportal und eine Uhr im Bühnenbild. Beide Uhren gehen gegenläufig und zeigen erst im Finale die gleiche Zeit an.



































