Braunschweiger Verkehrschaos

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Wer dieser Tage durch Braunschweig zu fahren versucht, erlebt so manch böse Überraschung. Nicht nur im Stadtinneren werden Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Ortsfremde Autofahrer beispielsweise, die von Norden über die Tangente kommend Richtung Harz fahren wollen, werden wegen der Bauarbeiten auf der A 395, der Leipziger Straße und dem Sachsendamm umgeleitet. Viele verirren sich mangels einer klaren Ausschilderung in den südlichen Stadtvierteln Braunschweigs.

Binnen zweier Tage wurde ich bereits viermal durch ortsfremde Fahrer danach gefragt, wie sie aus dem Braunschweiger Straßenlabyrinth herausfinden könnten. Zwei Fahrer besaßen zwar gar ein Navigationssystem, was ihnen aber nichts nützte, da es seitens der Stadt Braunschweig unterlassen wurde, die Baustellen im Baustelleninformationssystem anzumelden.
Ein entnervter Fahrer meinte nach seiner halbstündiger Irrfahrt nun endlich zu wissen, dass es das sagenhafte „Schilda“, die legendäre Heimat der Schildbürger, wirklich gäbe. Angesichts der zahlreichen Wahlplakate am Wegesrand wurde ich gefragt, wer denn der derzeitige „Schildbürgermeister“ davon sei. Ich äußerte, dass dies niemand der abgelichteten Personen sei. Darauf meinte der Autofahrer: „Das passt. Immerhin, Schamgefühl hat er ja.“

Zum Braunschweiger Verkehrschaos siehe auch newsclick-Artikel vom 11.08.2006.

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