Leserbrief: Stadtbahnbau in Stöckheim

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Zum Bericht „Geschäftsleute sollen entschädigt werden“ vom 18/19.8.2006

Jetzt schlägt es aber 13. Derselbe Bürgermeister, der zu Beginn seiner Amtszeit gemeinnützigen Vereinen und Initiativen jeden 4. Euro weggenommen hat, möchte Geschäftsleute wegen überlanger Bauarbeiten aus dem Stadtsäckel entschädigen. Hallo? Wie wär es denn, wenn die Stadt erstmal eine beschleunigte Baustellenabwicklung vereinbart. Aus den Strafgeldern bei Zeitüberziehung kann dann gerne entschädigt werden.

Zu solchen lebenspraktischen Vereinbarungen ist die Stadtspitze leider nicht in der Lage. In der Praxis bedarf es selbst bei Pfusch am Straßenbau oft mehrfacher Aufforderungen durch Bezirksräte, um die Verwaltungsspitze zu Reklamationen wegen inkorrekter Auftragsabwicklung zu treiben.

Als nächstes sind dann die Vermieter von Geschäftsimmobilien gefragt, dem temporär vermindertem Wert ihrer Mietsache Rechnung zu tragen und Mietnachlass zu gewähren. Nicht immer gleich nach der öffentlichen Hand schreien, lieber Herr OB und liebe Geschäftsleute!

Die Angelegenheit ist auch noch aus einem anderen Grunde interessant: Nächstes Jahr fällt im Rahmen der großen Steuerreform die Gewerbesteuer lt. derzeitigem Planungsstand weg. Wer zahlt dann den Steuerausfall von 100 Millionen Euro für Braunschweig? Richtig geahnt! Sie als Mieter über den Betriebskostenpunkt „Grundsteuer“ oder als Grundstücksbesitzer. Bürger finanziell zu belasten, wenn es der Geschäftswelt zu gute kommt? — Dafür ist Herr OB Hoffmann immer zu haben, wie er bereits im Zeitungsinterview „Verstetigung der städtischen Einnahmen“ in 2005 kund getan hat (*).

Fazit: Das kann ja heiter werden mit einem möglichen OB Hoffmann, der sich aus Altergründen nie wieder einer Wiederwahl stellen muß!

Andree Hemmes

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