Der Castor kommt – wir auch!

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Es war ein unüberschaubares Heer von Menschen, die sich gestern auf einem abgeernteten Maisfeld am Rande von Dannenberg versammelten. So viele Engagierte waren noch nie ins Wendland gekommen: Ein grandioser Erfolg, der zeigt, wie sehr das Thema Atommüll und Atomkraft die Menschen bewegt. Da standen WendlänerInnen neben SchülerInnen, Menschen aller Herkunft und Altersklassen feierten ein friedliches Fest.

Allein aus Braunschweig waren wir mit 4 Bussen angereist, dazu Busse aus Wolfenbüttel, Sickte, Salzgitter, Gifhorn und unzählige Privatwagen. Insgesamt waren 350 Busse aus ganz Deutschland angemeldet.

Zu Beginn der Kundgebung waren längst noch nicht alle Demonstranten angekommen, auch wir hatten sie verpasst. Aber es ging nicht nur uns so, ein steter Strom von Menschen strebte dem Gelände zu. Bei der Kundgebung hörten wir dann unter anderem Beiträge von Menschen, die bei Greenpeace, der bäuerlichen Notgemeinschaft, dem DGB und der BI Lüchow-Dannenberg aktiv sind. Sehr engagierte Reden, die die Kritik und den Widerstand begründeten und Mut machten für die weitere Auseinandersetzung mit der Arroganz der Regierung.

Eindrucksvoll war auch die Zahl der Trecker und Landmaschinen, die am Rande des Demofeldes aufgereiht waren. Deutlich zeigte die Bauernschaft ihre Präsenz, aber auch Trecker aus unser Region waren ins Wendland zur Unterstützung gefahren.

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Für Aufregung sorgte dann am Nachmittag das plötzliche Auftauchen von ca. 100 Polizisten, die zum Zugang des Demogeländes liefen. Sie waren dann plötzlich eingekesselt von 50.000 Demonstranten. Im Nachhinein erfuhren wir, dass dort auf einer Länge von 10 Metern der Rand einer Straße beschädigt war. Einige Aktivisten hatten versucht, die Straße zu unterhöhlen.

Der Widerstand geht weiter, und er ist so groß und bunt wie nie zuvor. Nach Aufbruch des Castor-Transports in La Hague gab es erste Blockaden auf der Strecke. Im Wendland bleiben zahllose Menschen, um in den nächsten Tagen mit vielen phantasievollen Aktionen weiter zu demonstrieren. Es gibt 7 Camps und zahllose Übernachtungsmöglichkeiten, die von Einheimischen zur Verfügung gestellt werden.

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