Braunschweiger Rudnicki fährt zur Weltmeisterschaft nach Südafrika
Braunschweig-Premiere von Andrei Konchalovskys neuem Meisterwerk „Paradies“
OrgelSommerVorspiel und Konzert
Gedenktafel für Kuno Rieke zum 120. Geburtstag
Foto von links: Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann, der Enkel von Kuno Rieke und Bürgermeisterin Annegret Ihbe
Eine Gedenktafel für Kuno Rieke, Präsident und Vizepräsident des letzten Braunschweigischen Landtages, wurde genau am 120. Geburtstag von Rieke an seinem früheren Wohnhaus, Waterloostraße 14, angebracht. Landtagsvizepräsident, Klaus-Peter Bachmann, erinnerte an das Leben von Rieke.
Bürgermeisterin, Annegret Ihbe, begrüßte die zahlreichen Anwesenden. Nach ihr sprach Klaus-Peter Bachmann, der als Niedersächsischer Landtagsvizepräsident quasi ein „Rechtsnachfolger“ von Kuno Rieke ist. Bachmann dankte Professor Dr. Biegel für die Erarbeitung des Textes der Gedenktafel.
Ausstellung: »Jürgen Becker, New York 1972
„Wissenschaft erleben“ im Thünen-Institut, Braunschweig
Das KULT im August
„Garten der Erinnerung“. Anja Hesse: „Wir sollten mit dem Bau beginnen“.
Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse erläutert den Stand der Planung.
Foto: Marcus von Bucholz
Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse zum „Garten der Erinnerung“: „Ich wünsche mir, dass wir endlich mit dem Bau beginnen können“
Ausgerechnet die BiBS als Erfinderin des „Gartens der Erinnerung“ verzögert jetzt den Bau. Angeblich geht es um den Bestand eines wilden Bolzplatzes für Kinder.Vor fast drei Jahren, im August 2014, gewann der romantische Mädchenname „Roselies“ in Braunschweig eine neue Bedeutung. Wie die BIBS-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig herausfand, stand der Name „Roselies“ nicht nur Pate für eine Nazi-Kaserne neben dem Lindenberg-Viertel, sondern gleichbedeutend für ein Kriegsverbrechen des Ersten Weltkriegs. Unter Beteiligung des Braunschweiger Infanterieregiments 92 wurde in dem kleinen belgischen Dorf 1914 ein Massaker an der Zivilbevölkerung verübt.
Seither haben sich Historiker, Ausschüsse, Bezirksräte, der Rat der Stadt, die Verwaltung, das Verwaltungsgericht und Anwohner mit dem Thema beschäftigt. Immerhin herrschte (gegen frühere Widerstände aus Teilen der CDU) irgendwann Einigkeit: Im heutigen „Roselies-Viertel“, dem Neubaugebiet auf dem ehemaligen Kasernengelände, soll in einem „Garten der Erinnerung“ dem Massaker gedacht werden. Dies umso mehr, als die Nachkommen der belgischen Opfer versöhnlich die Hand über die Grenze reichten und Braunschweig einen Besuch abstatten wollten. Da sieht man schon aus Marketinggründen ohne Gedenkstätte ganz schön schäbig aus.
G 20: +++ Stellungnahme zu den Ereignissen vom Wochenende +++
Wir, einige Geschäfts- und Gewerbetreibende des Hamburger Schanzenviertels, sehen uns genötigt, in Anbetracht der Berichterstattung und des öffentlichen Diskurses, unsere Sicht der Ereignisse zu den Ausschreitungen im Zuge des G20-Gipfels zu schildern.
In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 2017 tobte eine Menge für Stunden auf der Straße, plünderte einige Läden, bei vielen anderen gingen die Scheiben zu Bruch, es wurden brennende Barrikaden errichtet und mit der Polizei gerungen.
Uns fällt es in Anbetracht der Wahllosigkeit der Zerstörung schwer, darin die Artikulation einer politischen Überzeugung zu erkennen, noch viel weniger die Idee einer neuen, besseren Welt.
Wir beobachteten das Geschehen leicht verängstigt und skeptisch vor Ort und aus unseren Fenstern in den Straßen unseres Viertels.
Aber die Komplexität der Dynamik, die sich in dieser Nacht hier Bahn gebrochen hat, sehen wir weder in den Medien noch bei der Polizei oder im öffentlichen Diskurs angemessen reflektiert.
Ja, wir haben direkt gesehen, wie Scheiben zerbarsten, Parkautomaten herausgerissen, Bankautomaten zerschlagen, Straßenschilder abgebrochen und das Pflaster aufgerissen wurde.
Wir haben aber auch gesehen, wie viele Tage in Folge völlig unverhältnismäßig bei jeder Kleinigkeit der Wasserwerfer zum Einsatz kam. Wie Menschen von uniformierten und behelmten Beamten ohne Grund geschubst oder auch vom Fahrrad geschlagen wurden.
Tagelang.
Dies darf bei der Berücksichtigung der Ereignisse nicht unter den Teppich gekehrt werden.



































