Tarifrunde öffentlicher Dienst: ver.di ruft erneut zu Warnstreiks auf

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„Angebot der Arbeitgeber – dreist, respektlos, provokant. Mehr Ausdruck fehlender Wertschätzung geht nicht!“ – ver.di ruft für den 21.10. erneut zu Warnstreiks auf

Seit Freitag gibt es ein Angebot der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes in den laufenden Tarifverhandlungen: 3,5 % verteilt auf drei Jahre, sechs Nullmonate ohne Erhöhung, eine Sonderzahlung von 300 Euro (mit Einschränkungen) und ein paar weitere Brosamen. Aber auch merkliche Verschlechterungen für einzelne Berufsgruppen werde ‚angeboten‘.

„Das ist mit Sicherheit nicht das Angebot, auf das die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes seit Wochen warten,“ kommentiert Sebastian Wertmüller, Geschäftsführer des ver.di-Bezirkes Süd-Ost-Niedersachsen. Mit solchen Vorschlägen seien neuerliche Warnstreiks unvermeidlich.

Wertmüller weist auf die verkürzte öffentliche Debatte hin: „Öffentlicher Dienst ist mehr als das Rathaus. Ganz viele haben während des Lockdowns den Laden am Laufen gehalten und haben zum Teil außerordentliche Belastungen und Infektionsrisiken auf sich genommen, damit unser alltägliches Leben weitergeht.“ Dazu zählten nicht nur Krankenschwestern, sondern auch Müllwerker, die Versorger von Strom, Wasser und Gas, die Bauverwaltung, die Fahrer*innen des ÖPNV, die Beschäftigten in Gesundheitsämtern, Arbeitsämtern und Jobcentern und viele andere mehr.

Aufgrund des provokanten Angebotes ruft ver.di Süd-Ost-Niedersachsen ein weiteres Mal für den 21.10. zu ganztägigen Warnstreiks in den Kommunen auf. Gestreikt werde u.a. in Braunschweig, Salzgitter, Göttingen, Wolfsburg, Peine, Wolfenbüttel und voraussichtlich noch weiteren Orten.

Einbezogen seien die Beschäftigten der Verwaltung, der Bau- und Grünbereiche, der Kitas, der Abfallentsorgung, der Versorgung, der Agentur für Arbeit, der Jobcenter, der kommunalen Bäder, der Rentenversicherung, des Wolfsburger Klinikums und einige andere mehr.

Der Warnstreik sei ganztägig, es könne zu Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger kommen. Wertmüller: „Unser Ziel ist es nicht, den Bürger*innen das Leben zu erschweren. Wir erwarten ein deutliches Signal an die kommunalen Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde am 22.10.“

Aktuelle Infos von ver.di zum Arbeitgeberangebot.

Hinweis: Eine weitere Pressemitteilung mit Hinweisen zu den verschiedenen öffentlichen Aktionen folgt.

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