Studentischer Wohnraum wird für Geflüchtete benötigt

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Die Wohnraumproblematik ist auch in Braunschweig noch aktuell

Wie am vergangenen Freitag in der lokalen Presse berichtet wurde, müssen Studierende aus den ursprünglich als Geflüchteten-Unterkünfte gebauten Wohnheimen in Ölper und der Nordstadt bis zum Ende der nächsten beiden Semester ausziehen. Die Stadt Braunschweig benötigt diese nun für die Unterbringung von Geflüchteten, die keinen anderen Wohnraum in der Stadt finden können. Die Umstellung der Nutzung war im Vorfeld vertraglich zwischen Stadt und Studentenwerk für den Fall einer Wohnraumknappheit für Geflüchtete vereinbart worden.

Das Studentenwerk OstNiedersachsen betont zwar, dass die betroffenen Studierenden langfristig im derzeit noch im Bau befindlichen Wohnheim „Langer Kamp“ unterkommen können, dennoch ändert dies nichts an dem grundsätzlichen Problem der Wohnraumknappheit für Menschen mit geringem Einkommen in Braunschweig. Studierende, Geflüchtete, Rentner_innen, Alleinerziehende und Geringverdienende stehen in direkter Konkurrenz um den wenigen bezahlbaren Wohnraum. Daher ist es wichtig diese dabei nicht
gegeneinander auszuspielen, sondern mehr Wohnraum für alle diese Gruppen zu schaffen. Die momentanen Maßnahmen reichen nicht aus, wie das aktuelle Beispiel zeigt: Studierende und Geflüchtete müssen um den knappen Wohnraum konkurrieren. Das Wohnheim des Studentenwerks am Langen Kamp sollte mehr studentischen Wohnraum schaffen und wird nun nur als Ersatz für die weggefallenen Standorte dienen. Weitere Wohnheimplätze sind durch die chronische Unterfinanzierung der Studentenwerke durch das Land Niedersachsen
vorerst nicht zu erwarten. Mieten auf dem Braunschweiger Wohnungsmarkt und in Studierendenwohnheimen steigen seit Jahren, es fehlen mehrere hundert Sozialwohnungen. Die Mietbelastung ist für „Geringverdienende“ besonders hoch.

Wir fordern daher:

• eine bessere Grundfinanzierung der Studentenwerke und Unterstützung bei den Sanierungskosten durch das Land Niedersachsen
• den Ausbau von Sozialwohnungen in Braunschweig
• einen Stopp der steigenden Mietbelastungen für Menschen mit geringem Einkommen
• die Stärkung alternativer Wohnkonzepte und des kommunalen Wohnungsbaus um Diversität auf dem Wohnungsmarkt zu gewährleisten

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