Fleisch killt Wald und Klima

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Foto: Pixabay

Greenpeace Braunschweig fordert klimafreundliches Angebot in städtischen Kantinen

Über den Beitrag unserer Ernährung zur Klimakrise und Waldzerstörung informiert Greenpeace heute in über 40 Städten, darunter auch in Braunschweig, von 14 bis 17 Uhr am Ringerbrunnen. Insbesondere die Fleischproduktion ist mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden – auch, weil für den Anbau von Soja-Futter in Südamerika wertvolle Wälder wie der Amazonas-Regenwald zerstört werden. „Ohne eine Ernährungswende können wir Klima und Wälder nicht schützen“, sagt Dennis Zellmann von Greenpeace Braunschweig. „Die Städte müssen mit gutem Beispiel vorangehen und das Angebot in den öffentlichen Kantinen klimafreundlicher machen. Das heißt: Mehr Bio, mehr vegetarisch und vegan – und vor allem kein Billigfleisch aus Massentierhaltung.“ Am Greenpeace-Infostand können Interessierte dazu an einer Meinungsumfrage teilnehmen, deren Ergebnis der Stadt übergeben werden wird.

Unterstützung in dieser Debatte kommt aus der Wissenschaft: Die Scientists for Future wiesen am 3. Oktober mit einem offenen Brief auf die Notwendigkeit hin, den Fleischanteil in öffentlichen Kantinen zu reduzieren (https://scientists4lessmeat.org). In den Klimaplänen der Bundesregierung und vieler deutscher Städte spielen Ernährung und Tierhaltung jedoch bisher kaum eine Rolle.

Das gilt auch für Braunschweig. Die Greenpeace-Gruppe vor Ort fordert deshalb die Stadt auf, Verantwortung zu übernehmen und die öffentliche Verpflegung auf 100% Bio mit stark reduziertem Fleischanteil umzustellen. Beispiele wie Kopenhagen zeigen, dass eine Umstellung der Gemeinschaftsverpflegung binnen weniger Jahre gelingen kann.

Amazonas-Brände sind ein Warnsignal

Wie der wachsende globale Fleischkonsum mit der Vernichtung wertvoller Ökosysteme für den Anbau von Soja zusammenhängt, haben die verheerenden Brände im Amazonas-Regenwald gezeigt. Rund 43.600 Quadratkilometer – eine Fläche so groß wie die Schweiz – sind 2019 bis Ende August im Amazonas abgebrannt. Greenpeace fordert deshalb, die Tierhaltung deutlich zu reduzieren und EU-Agrarsubventionen an Umwelt- und Klimakriterien zu binden. Ein Lieferkettengesetz sollte in Zukunft sicherstellen, dass deutsche Unternehmen für zerstörerische Praktiken in ihrer Lieferkette haftbar gemacht werden könnten – das würde auch Produkte aus Waldzerstörung wie Soja oder Palmöl betreffen.

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