Grüne: Landesregierung muss frühzeitig und transparent informieren
PRESSEMITTEILUNG
GE Healthcare: Strahlung freigesetzt und keiner wusste Bescheid
Im November vergangenen Jahres wurde am Betriebsstandort Braunschweig-Thune eine radioaktive Flüssigkeit verschüttet und Strahlung an die Umgebung abgegeben. Mit einer Landtagsanfrage haben die Grünen nun die Vorkommnisse rekonstruiert.
Dr. Rainer Mühlnickel, Grüner Ratsherr aus Braunschweig, warnt vor einer Verharmlosung des Zwischenfalls: „Es wurde eine erhebliche Menge Strahlung freigesetzt. Die Mitarbeiter, die die Dekontaminierung durchführen mussten, wurden erhöhten Personendosen ausgesetzt. Und dennoch wurde die Öffentlichkeit erst fünf Tage nach dem Vorfall informiert, das ist inakzeptabel.“ Mühlnickel verweist darauf, dass das Betriebsgebäude nicht über schützende Barrieren für Notfälle verfügt und dass Wohnbebauung, Schule und Kindergarten in unmittelbarer Nähe zum Betriebsgelände liegen.
Bald saubere Luft am Hagenmarkt?
Die Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig ist hocherfreut über die positive Resonanz, die die verschiedenen Vorschläge zur Gestaltung des Hagenmarktes mit mehr Bäumen, mehr Grün und weniger Autoverkehr auf dem Bürgerforum der Stadt am 12.02.2018 erfahren haben.
„Wir sind angenehm überrascht über die vielen Personen, die sich für eine Verringerung des Autoverkehrs zu Gunsten von mehr Grün, Bäumen, besseren Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr und einem Platz mit hoher Aufenthaltsqualität ausgesprochen haben“ so Sabine Sambou von der Baumschutzinitiative.
Der Sturm Xavier war ein Glücksfall für den Hagenmarkt und eine Warnung für uns...
Politischer Assermittwoch – zum Schacht der bösen Streiche
Aus aktuellem Anlass – dem Assermittwoch – erinnert die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) daran, dass nicht jeder Landkreis sowohl eine „Stadt der Streiche“ als auch einen „Schacht der bösen Streiche“ hat - aber unser Landkreis.
Ironie an: Die Einlagerung des bundeseigenen Mülls in 126.000 Fässern bringt dem Landkreis jetzt jährlich 3.000.000 € durch den Asse-Fonds, die er großzügig als Ablass verteilen kann – natürlich nur für „positive Vorschläge“, die also nichts mit Asse II zu tun haben, wie die Landrätin betonte. In den Fässern ist ja nur radioaktiver und chemotoxischer Müll, u.a. knapp 500 kg Arsen, aber auch Blei und Quecksilber. Wir wissen nicht, ob die kleine Menge Arsen in Spitzenhäubchen verpackt ist, aber „...silber“ hört sich doch gut an.
Fünf Fraktionen – ein Antrag: „Förderung und Schutz von Grünbeständen im Stadtgebiet“
Pressemitteilung der Fraktion Die Grünen
Was lange währt, wird endlich gut: Im Grünflächenausschuss wird am heutigen Mittwoch (14.02.2018) der interfraktionelle Antrag „Förderung und Schutz von Grünbeständen im Stadtgebiet“ vorberaten. Entschieden wird über diesen Antrag dann bei der Ratssitzung am 13.03.2018.
Alle Beteiligten sind sehr zufrieden, dass es nach intensiver Vorarbeit im „Arbeitskreis Ökologische Grünflächenpflege“ nun zu einer parteiübergreifenden Einigung von SPD, Grünen, BIBS, Linken und P² (Die Partei / Piraten) gekommen ist.
Dr. Rainer Mühlnickel (GRÜN) dazu:
„Wir haben einen guten Kompromiss der verschiedenen – zum Teil auch widerstreitenden Interessen – gefunden. Zunächst einmal mussten wir die Frage klären, ob wir die frühere Baumschutzsatzung eins zu eins wiederbeleben möchten. Als deutlich wurde, dass nicht alle involvierten Fraktionen eine Wiedereinführung der alten Satzung wollten, mussten wir nach einer anderen Lösung suchen. Die Verwaltung soll nun 1. ein Förderprogramm für Bäume und andere Gehölze in Privateigentum auflegen und 2. die Zweckmäßigkeit einer Schutzsatzung für privaten Grünbestand prüfen. Mit diesem Prüfauftrag haben wir zumindest die Chance, dass es in Braunschweig bald wieder eine kommunale Satzung geben wird. Wir Grünen würden das sehr begrüßen, da wir diese Forderung seit 2002 immer wieder erheben – zuletzt in unserem Programm zur Kommunalwahl 2016.“
Dr. Dr. Wolfgang Büchs (BIBS) erklärt:
Hagenmarkt: Wie ein Sturmtief die Demokratie herausfordert
Der Hagenmarkt nach Sturm und Aufräumarbeiten. Minimalisten loben die „Transluzenz“ des ehemaligen „Wäldchens“. Foto: Klaus Knodt
Grüner Park oder lichte Freifläche, steinerner Aufenthaltsort in Form eines antiken Amphitheaters oder ein echter „Kirchplatz“ für St. Katharinen? Verkehrsknotenpunkt, Freisitzfläche für die umgebenden Restaurants oder „Erholungsort“ für einkaufsmüde Bürgerinnen und Bürger? Kommunalpolitiker, Anwohner, Anlieger und Initiativen ringen schon jetzt um die Konzepte zur Neugestaltung des Hagenmarkts. Rund 100 Interessierte aller Parteien und Couleurs trafen sich zum 1. Bürgerforum im Gemeindehaus der Katharinenkirche.
Als Orkan „Xavier“ am Donnerstag, 5. Oktober 2017 mit Spitzengeschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern durch Braunschweig tobte, fällte er auch einen Großteil der Bäume rund um den Heinrichsbrunnen. Die etwa 30 Jahre alten Robinien, aus Nordamerika eingeführte Neophyten, splitterten massenhaft unter seiner Wucht. Die ursprünglichen Pfahlwurzler, die mit zunehmender Höhe dank hohem Wasserbedarfs ihre Wurzeln in der Fläche ausbreiten, fanden keinen Halt mehr im städtischen Untergrund. Sie hatten sich dank ihres schnellen Wuchses seit Pflanzung in den 80-er Jahren zu einem „Hagenwäldchen“ entwickelt, so Heimatpfleger Dipl.-Ing. Elmar Arnhold: „Eine wirkliche Aufenthaltsqualität für Passanten und Besucher Braunschweigs hat sich damit jedoch nicht etablieren können“, stellte er nüchtern fest. In der Dämmerung von furchtsamen Naturen gemieden, dank der Uneinsehbarkeit von Freilufttrinkern geliebt, war die grüne Nische mit von Vogelkot und plattgetretenen Baumsamen verunreinigten Pflasterwegen kaum noch gesellschaftsfähig.
Mikroplastik nicht nur im Meer, auch an Land gefährlich
Stadt probiert Glyphosat-Verzicht
Pressemitteilunge Braunschweig, 7. 2. 2018
Mit Glyphosat totgespritzte Gräser im urbanen Bereich. Foto: Uwe Meier
Bis Herbst wird auf städtischen Grünflächen kein Glyphosat mehr eingesetzt. Das hat der Rat in seiner gestrigen Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen. Vor allem die BIBS hatte darauf gedrängt, den Unkrautvernichter, der in Verdacht steht, krebserregend zu sein, von Sportplätzen zu verbannen. „Ein kleiner Schritt für die Welt, aber ein großer Schritt für Braunschweig“, freute sich der
Fraktionsvorsitzende Dr. Wolfgang Büchs denn auch. Es kommentiert Greenpeace Braunschweig :
„Wir von Greenpeace Braunschweig freuen uns auf die Testphase und sind gespannt auf die Ergebnisse im Oktober. Ob Wildkräuter auf Tennenflächen oder im restlichen Stadtgebiet, generell gilt, dass es eine Vielfalt an Alternativen zu Glyphosat und anderen Pestiziden gibt. In diesem Zusammenhang wird von den sogenannten mechanischen Verfahren (etwa Kehrmaschinen mit speziellen Radialbesen mit härteren Borsten aus Kunststoff oder Metall, Fugenkratzer, Absaugsysteme, Mähgeräte und Freischneider) und thermischen Verfahren (etwa Abflamm- und Infrarotgeräte, Maschinen, die mit heißem Schaum oder heißem Dampf arbeiten) gesprochen.



































