halle267: Wenn die magische Sogwirkung der Farbe fehlt
Von Bülow’sche Villa: Die Betonmischer können anrollen
Auf dieser Fläche nordwestlich der v. Bülow’schen Volla an der Freisestraße entsteht das neue Bibliotheksgebäude des GEI. Foto: Klaus Knodt
Der jahrelang Protest von AnwohnerInnen und Initiativen hat nichts genützt. In Anwesenheit des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU), wurde jetzt der Grundstein für den Bibliotheksneubau des Georg-Eckert-Instituts (GEI) hinter der von Bülow’schen Villa gelegt.
Das Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung soll als „Referenzzentrum für internationale Schulbuchforschung“ für rund 13 Millionen Euro, finanziert von Bund und Land, ausgebaut werden. Die alte Villa im Park an der Oker an der Ecke Celler Straße / Freisestraße erhält einen Erweiterungsbau für die Forschungsbibliothek. Ein Bürogebäude für die mehr als 120 MitarbeiterInnen, das aus dem Umbau des ehemaligen Schwesternwohnheims des Klinikums entstehen soll, wird den neuen Campus abrunden. Geplant ist auch, das Foyer der Villa von Bülow als öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen. Die Forschungsbibliothek ist mit über 175.000 Schulbüchern aus 173 Ländern die größte Schulbuchsammlung weltweit.
Die Oper Carmen gegen den Strich gebürstet oder Don José als mordlüsterner Revolverheld
„H_LLE“ am Hauptgüterbahnhof: Neuer Ort für Gegenwarts-Kunst
Neuer und ungewöhnlicher Kunstort in Braunschweig: Im Kunstverein „DIE H_LLE“ (Hauptgüterbahnhof 22a) sollen regelmässig junge AbsolventInnen einen Ausstellungsplatz finden. Foto: Klaus Knodt
Die menschliche Welt ist ein Kunstort; und es ist erfrischend, wenn sie sich die Orte für ihre Kunst immer wieder neu erobert. Dank der Privatinitiative fünf engagierter HBK-Absolventinnen mit verschiedenen Abschlüssen hat der erst im Mai 2018 gegründete Kunstverein DIE H_LLE am Wochenende eine Industriebrache am Hauptgüterbahnhof zu einem weiteren Treff für die regionale Kreativszene umgewidmet – mit einem zweitägigen „In Situ“-Festival und 15 Installationen zwischen jungen Birken, verrostenden Containern und skulptural belassenem Maschinenschrott.
Kunstvereins-Vorsitzende Henrike Wenzel (Mitte) und ihr Team eröffneten die erste Ausstellung in der „H_ALLE“. Foto: Klaus Knodt
Schon vor 20 Jahren hat die Initiatorin Henrike Wenzel das Grundstück mit einstürzenden Altbauten und industriellem Restmüll erworben. Die im Kultumanagement tätige, diplomierte Kunstwissenschaftlerin: „Es soll ein Platz werden mit Café, Biergarten, Ausstellungshalle und viel Platz für Ausstellungen und Performances jeder Art.“ Dank städtischer Förderung und einiger Sponsoren konnten zur Eröffnung überwiegend aus dem HBK-Umfeld stammende AbsolventInnen ihre Werke präsentieren.
„Cycle-Tour“-Ärger: Stadt vergeigt Akzeptanz für das Radfahren
Halt, hier ist Schluss. Obwohl weit und breit kein Rennteilnehmer in Sicht war, wurden diese Passanten an der Kreuzung Karrenführerstraße/ Bohlweg/ Damm zum Ritterbrunnen weitergeschickt. Foto: Klaus Knodt
Radfahren ist toll, umweltfreundlich, und auf jeden Fall zu Bejahen. Und wenn sich dann 1000 Hobby-AthletInnen auf die 100 Kilometer lange Strecke von Magdeburg nach Braunschweig machen, gebührt ihnen Beifall.
Die Stadt Braunschweig als Austräger des diesjährigen Cycle-Tour-Ziels erweckt hingegen den Anschein, dass sie mit dem Thema Radfahren und Radsport nicht umgehen kann (oder will). Ihre Absperr- und Sicherungsmassnahmen, die am Sonntag mal wieder die halbe Innenstadt lahm legten, sollten wohl nur Eines erreichen: Radfahren als Verkehrshindernis im Gedächtnis der BürgerInnen zu implementieren. Damit vergeigt sie jede Akzeptanz für den Radverkehr.
In der offiziellen Pressemitteilung der Stadt vom 23. 08. 2018 hieß es:
„Wegen der Radsportveranstaltung "Cycle Tour" von Magdeburg nach Braunschweig sind am Sonntag, 26. August, einige Straßensperrungen erforderlich."





































