Zwischen Aufrüstung und Diplomatie liegen tiefe Gräben. In Halle trafen beide Lager aufeinander. Das Ergebnis überrascht. Eine Einschätzung.
„Der Diskursraum hat sich zunehmend verengt. Die Unversöhnlichkeit der Argumente, das bewusste Missverstehen, die wechselseitigen Unterstellungen (ʼKriegstreiberʼ versus ʼBeschwichtigerʼ, ʼUkraine-Freundʼ versus ʼUkraine vor den Bus werfenʼ) und vor allem der Verlust an Grautönen sind nicht nur eine persönliche Belastungsprobe für langjährige Freundschaften, sondern auch für wissenschaftliche Netzwerke. (…) Wir wollen uns aber den Luxus erlauben, distanzierter und damit abgewogener zu urteilen oder zumindest breiter und tiefer Gesamtzusammenhänge und Risiken zu erkunden. Dafür braucht es Vielfalt und Streit statt Einfalt und geschlossene Reihen.“
So der Politologie Johannes Varwick in seinem aktuellen Buch „Stark für den Frieden„.
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