In dem nachfolgenden Beitrag nimmt General a.D. Harald Kujat Stellung zum Krieg in der Ukraine. Soldaten, Politiker, Journalisten, Kirchen und Bürger nehmen zunehmend Anstoß an der Kriegspropaganda. Sie sehen hohe Risiken im eingeschlagenen Kurs und warnen vor Fehleinschätzungen. General a.D. Harald Kujat nimmt Stellung und hat als hochster Offizier über viele Jahre mit Vertretern Russlands und der Ukraine verhandelt. Anders als viele Journalisten oder sogenannte Experten in den zahlreichen Talkrunden weiß Kujat genau, wovon er spricht. Und dieses Mal geht er auf sehr viele Aspekte des Ukrainekonflikts ein.
Zusammen mit der Evangelischen Akademie hatten wir ihn übrigens im vergangenen Jahr zum Vortrag in die Martinikirche eingeladen. Die Direktorin der Akademie, Frau Vogt, betonte, dass die Evangelische Akademie auch andere Stimmen zu Wort kommen lassen wolle als die mehrheitlich in den meisten Medien vertretenen. Kujat warnte schon im vergangenen Jahr nachdrücklich vor einem großen Krieg. Wer das nachfolgende Interview liest, merkt, dass seine Warnungen noch viel nachdrücklicher, geradezu beschwörend wirken. Es ist übrigens kein Zufall, dass dieses Interview in einem Schweizer Medium veröffentlicht wurde (Zeitgeschehen im Fokus). – Inzwischen sind leider auch Zweifel angebracht, ob die Akademie noch an dem von Frau Vogt formulierten Kurs festhält. red.
Von General a.D. Harald Kujat
Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt äußerte in einem Interview im Mai 2014: «Zurzeit gibt es leider niemanden, der konstruktive Vorschläge zur Zukunft der Ukraine vorbringt.» Und weiter: «Ich halte nichts davon, einen dritten Weltkrieg herbeizureden, erst recht nicht von Forderungen nach mehr Geld für Rüstung der NATO. Aber die Gefahr, dass sich die Situation verschärft wie im August 1914, wächst von Tag zu Tag.» Worte von bestürzender Aktualität. Weiter



























