Karstadt / Kaufhof in der Krise –

0

ver.di erwartet kommunales Engagement für den Erhalt der Standorte.

Noch weiß niemand, welche Standorte von Karstadt und Kaufhof dem rigiden Kahlschlag des Konzerns zum Opfer fallen werden. Im ver.di-Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen gibt es Standorte in Braunschweig, Göttingen und Goslar, in denen die Beschäftigten sich jetzt Sorgen um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes machen. „Dort sind insgesamt mehr als 600 Kolleginnen und Kollegen beschäftigt. Weitere Verkäufer/-innen wären bei Schließungen ebenfalls betroffen: Angestellte von Untermietern und Angestellte der internen Labelshops – auch da geht es um Beschäftigte in einer insgesamt dreistelligen Größenordnung,“ so ver.di Geschäftsführer Sebastian Wertmüller.

ver.di weist darauf hin, dass eine Schließung von Häusern nicht nur Auswirkungen auf Beschäftigte und Käufer/-innen habe: Ganze Innenstädte seien betroffen. Die Kaufhäuser seien zentrale Ankermieter, die Publikum in die Innenstädte brächten. Wertmüller: „Ohne sie leiden Fußgängerzonen und das ganze Einkaufserlebnis Innenstadt,“ so Wertmüller.

ver.di fordere die Oberbürgermeister Oliver Junk in Goslar, Rolf-Georg Köhler in Göttingen und Ulrich Markurth in Braunschweig daher auf, sich beim Konzern für „ihre“ Kaufhäuser einzusetzen und Druck für einen Bestand der Standorte auszuüben.

Auch die Räte, der Einzelhandelsverband, örtliche Innenstadthandel und die örtliche Wirtschaft seien gefordert: Wertmüller: „Wir bitten alle, denen an lebendigen Innenstädten und lebendigen Fußgängerzonen in Braunschweig, Göttingen und Goslar gelegen ist, hier aktiv zu werden. Nicht nur die Beschäftigten, auch die Kommunen brauchen das jetzt.“

Möchten Sie den Artikel kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.