Weniger tote Küken
Handelsunternehmen setzen auf spezielle Hühnerrasse. Penny und Rewe verkaufen bald deutschlandweit "Sandy"-Eier
Eine gute Nachricht, endlich besinnen sich Handelsunternehmen auf das, was auch unter Ethik zu verstehen ist, Achtung vor dem Leben. Wer schon mal gesehen hat (im Fernsehen) wie die kleinen flauschigen Tierchen fachmännisch? von Asiaten untersucht werden, (die können das besonders schnell, denn Zeit ist Geld) und dann in einer Tonne verschwinden, als ob es Müll wäre, dem wird schon manches Mal der Appetit auf ein Frühstücksei vergangen sein. Und das soll jetzt anders werden. Eine wirklich gute Nachricht. (mz)
Penny und Rewe wollen künftig deutlich weniger Eier von Legehennenrassen verkaufen, bei denen männliche Küken getötet werden. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Freitag) berichtet, sollen ab dem 1. Februar in allen 2150 Märkten des Rewe-Discounters Penny Eier der Rasse "Sandy" verkauft werden, bei der männliche Tiere bis zur Schlachtreife gemästet werden. Bis Jahresende sollen die Eier dann auch bundesweit in sämtlichen Rewe-Filialen erhältlich sein. Bislang werden in Deutschland jedes Jahr etwa 50 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet, weil sie weder Eier legen noch schnell genug Fleisch ansetzen.
Gezielte Verbraucher-Täuschung Vodafone tarnt Werbung als offizielles Schreiben
"Presseinformation"
Viele Verbraucher erhalten jetzt Post von der Vodafone Kabel Deutschland GmbH: Per Brief oder Postkarte informiert das Unternehmen über „wichtige Neuerungen der Telefon- und Internet-Technologie“ oder die bevorstehende DVB-T-Abschaltung. Vermeintliche Zustellungsstempel, Vorgangsdaten und Rückmeldefristen sollen den Anschein erwecken, die Information habe eine gewisse Dringlichkeit und erfordere schnelles Handeln der Verbraucher. In Wirklichkeit geht es nur um eines – Werbung. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät Betroffenen, sich von den Schreiben nicht blenden oder unter Druck setzen zu lassen.
Mehrere Betroffene haben sich bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen gemeldet, da sie diese Werbung von Vodafone erhalten haben. Zwar variieren Format und Inhalt, die Masche ist jedoch immer gleich: Ein vermeintlich echter abgezeichneter Stempel ‚Wiederholter Zustellversuch‘, Vorgangsdaten sowie ein scheinbarer QR-Code sollen den Schreiben einen offiziellen Charakter geben. „Unserer Ansicht nach handelt es sich bei den Briefwurfsendungen um gezielte Verbrauchertäuschung“, erklärt Mona M. Semmler, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Die Schreiben sind so gestaltet, dass sie nicht sofort als Werbung erkennbar sind. Die Empfänger werden aufgefordert, sich spätestens bis Ende Februar 2017 telefonisch bei Vodafone zu melden. So wird bewusst Handlungsdruck erzeugt“, sagt Semmler. Viele Verbraucher berichten, für sie habe der Eindruck bestanden, sie müssten tätig werden. Dies sei jedoch keineswegs der Fall. Verbraucher, die sich nicht innerhalb der gesetzten Frist bei dem Unternehmen melden, haben keinerlei rechtliche Folgen zu erwarten. „Schweigen gilt nämlich grundsätzlich nicht als Willenserklärung“, so Semmler.
Landwirtschaft: Zwei Demos und ein Missverständnis
Quelle: „www.wir-haben-es-satt.de/Die Auslöser Berlin“
Nein, es geht nicht gegen die Bauern bei der Demonstration in Berlin "Wir haben es satt". Die Initiatoren sind selber Bauern.
Bauern aus dem braunschweiger Raum waren es auch, die am Samstag in der Innenstadt Braunschweigs und bei der zentralen Kundgebung in Berlin unter dem Motto "Wir machen euch satt" Flagge zeigten. Die Bauern selbst informierten, indem sie Puderzucker und Infoblätter verteilten. Das war gut so, denn zu wenig aufgeklärt über das was sie konsumieren sind viele Verbraucher.
Hinter dem "Wir machen euch satt steht der Bauernverband, oder wie er in Niedersachsen heißt: Das Landvolk. Spricht man mit den Bauern wird schnell klar, dass sie sich verunglimpft fühlen. Die vielen schlechten Nachrichten über die Auswirkungen der Landwirtschaft auf Boden und Grundwasser und die Tierquälereien nagen am Image.
Schade eigentlich, denn die Landwirtschaft ist die wichtigste aller Wirtschaften. Es passt also: "Wir machen euch satt".
Die Akteure von "Wir haben es satt" beziehen alle Bauern in ihre Aktionsfront ein. So könnte man es ausdrücken: Wir Bauern, die wir ökologisch orientiert wirtschaften haben mit euch, die ihr konventionell wirtschaftet, doch das gleiche Problem, und das ist die Agrarindustrie und ihre Lobbyisten. Seht euch doch die seit Jahrzehnten gestorbenen Höfe an. Das sind doch Resultate einer völlig verfehlten Agrarpolitik. Der Bauernverband ist nicht euer Partner, sondern die Partnerin der Agrarindustrie.
Was gemeinsam benötigt wird, ist eine Ethik landwirtschaftlichen Handelns. Eine Agrarethik, die die Zukunftsfähigkeit der Höfe, die Würde des Tieres und den Schutz der Ressourcen wie Boden, Luft, Wasser und Biodiversität einbezieht. Den Preis hat die Gesellschaft zu zahlen. Das sollte ihr gelingen, denn das Geld ist vorhanden.
Doch nun betrachten wir die Demo "Wir haben es satt" mal etwas genauer in dem Wissen, dass kein Bauer gerne Tiere verkrüppelt
„Wir haben Agrarindustrie satt!“: 18.000 Bauern und Bürger fordern Wende in der Agrar- und...
DEMO: Wir haben Agrarindustrie satt
Vorsicht, foodwatch ist eine Sekte!
"Er lebt von der Skandalisierung. Das ist sein Geschäftsmodell, um möglichst viele Mitglieder und Spendengelder zu gewinnen", schreibt Ilse Aigner, vormalige Verbraucherschutzministerin, über mich. Das Rezept ist einschlägig: Will man einen Widersacher fertig machen, zweifelt man vor allem seine charakterliche Integrität an. Oder man erklärt ihn gleich zu einem psychopathisch Verirrten, wie der oberste Lobbyist der Lebensmittelindustrie, Christoph Minhoff. Für ihn ist foodwatch eine Sekte ("Bode-Sekte“)! Ja, Sie haben richtig gehört, eine Sekte! Lesen Sie also nicht weiter, es könnte ja sein, dass der Sektenführer Sie auf Abwege bringt!
Der Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, verstieg sich dazu, foodwatch nicht nur als "Empörungsindustrie" zu beleidigen. Nein, er verhöhnte vor allem Sie, also engagierte Bürgerinnen und Bürger, als "Klick-Aktivisten" und sprach sogar von "Klick-Bataillonen". Und davon, dass wir von foodwatch Menschen "hinters Licht führen" und "Angstkampagnen" durchführen würden. Der Generalsekretär der CDU, Peter Tauber schäumte: "Ich finde es unverschämt, dass Herr Bode seine Markt- und Vertrauensstellung als Angstlobbyist missbraucht, um Sie zu instrumentalisieren." Angstlobbyist!
AbL-Appell an SPIEGEL: Agrarindustrie-Kritik bitte ohne Bauern-Diffamierung
"Pressemitteilung"
AbL: Agrarwende funktioniert nur mit Bäuerinnen, Bauern und Bauernhöfen.
In einem Offenen Brief hat der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) an die Redaktion des SPIEGEL appelliert, die berechtigte Kritik an Agrarminister Schmidt und dessen Kurs in Richtung einer „industriellen, umweltschädigenden Agrarindustrie“ nicht mit einer ungerechtfertigten Diffamierung von Bäuerinnen, Bauern und Bauernhöfen zu verknüpfen. In einem Artikel der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe hatte es geheißen, die Bauern fühlten sich „wie Herren über das Land“ und gingen damit um, „als wäre es ihr privates Ausbeutungsgebiet“.
Die AbL reagiert darauf wie folgt: „Richtig daran ist, dass Bauern weiter Herren über Ihr Land bleiben wollen und müssen, wenn man nicht will, dass das Landeigentum in die Hände von Finanzinvestoren oder Agrarindustriellen übergeht. Und eigentlich ist dieses bäuerliche Eigentum auch ein Garant dafür, dass das Land nicht ausgebeutet wird – wegen des Denkens der Bauernfamilien in Generationsfolgen, trotz des massiven Drucks zur Anpassung an ungewollte agrarindustrielle Entwicklungen.“
Schluss mit der Beschönigung der Rolle der „Grünen Woche“ im Dritten Reich!
Bauernverband und Ernährungsindustrie-Vereinigung als ideelle Träger der Messe in der Pflicht
Stattdessen, so die AbL, würden auch in diesem Jahr in den PR-Ankündigungen zur Historie der Messe erneut die gleichen verniedlichenden Banalitäten aus dieser Zeit präsentiert. Die NS-Zeit wie auch die "Grüne Woche" seien aber mitnichten gekennzeichnet gewesen durch neue grafische Ähren-Symbole, Maul- und Klauenseuche oder "Ernährungsuhren": „Kennzeichnend war vielmehr die Einbindung der "Grünen Woche" in eine "Erzeugungsschlacht", die auf eine weitgehende Nahrungs- und Rohstoff-Autarkie (Selbstversorgung) zur Vorbereitung und Ermöglichung eines raschen Eroberungskriegs zielte - mit Ausplünderung der agrarischen Ressourcen der eroberten Länder und der Organisation von Vertreibung, Vernichtung und Sklavenarbeit auch im Bereich der Landwirtschaft."
Prämien zum Stromvertrag: Kunden zahlen oft drauf
"Pressemeldung"
Marktcheck der Verbraucherzentrale zeigt: Angebote mit Zusatzprodukten sind häufig nicht so attraktiv, wie sie scheinen.
Was bei Zeitungs- und Zeitschriftenabos schon lange verbreitet ist, greift auch auf dem Energiemarkt immer mehr um sich: Um Ver-braucher von ihren Angeboten zu überzeugen, stellen Händler beim Abschluss eines neuen Vertrags besondere Prämien oder Vergünstigungen in Aussicht. Egal ob Handy, Pay-TV-Abo oder Versicherung – die Zusatzleistungen, mit denen um die Gunst von Stromkunden geworben wird, sind vielfältig. Der Marktwächter Energie hat einige dieser Angebote genauer unter die Lupe genommen. Ergebnis: Nicht immer können Verbraucher wirklich erkennen, was sie bei den Prämien erwartet. Achten Kunden bei der Bestellung nicht ganz genau auf das Kleingedruckte, kann das vermeintliche Geschenk sogar zur Kostenfalle werden. Den Stromanbieter wechseln und gleichzeitig noch ein neues Handy oder einen Gut-schein dazu bekommen? Für viele Kunden klingt das attraktiv. Schaut man sich die Zusatzprodukte einmal etwas genauer an, werfen jedoch viele Angebote Fragen auf.

































