Oscar-Preisträger Jan A.P. Kaczmarek Ehrengast des 31. Filmfestival Braunschweig
Arnulf Rating in der Brunsviga
“ ‚bout love“ – eine kabarettistische Art von Revue
Von Szenendieben und Filmverfremdern: Footage-Bilder im Photomuseum
Szenenfoto von Angelo-Novi aus dem Leone-Werk „Es war einmal in Amerika“. Foto: © Nachlass/Estate Angelo Novi
Bilder prägen und erschaffen das kollektive Gedächtnis. Dies umso mehr, wenn sie millionenfach über die Leinwand flimmern und – nahezu ikonografisch – für einen Film, ein ganzes Genre oder gar ein Lebensgefühl stehen. Das kann das nackte Bein von Ann Bancroft als „Mrs. Robinson“ im Vordergrund des Filmplakats zur „Reifeprüfung“ sein, oder der im Sterben grotesk verrenkt vom Boden abhebende Westernschurke in „Spiel mir das Lied vom Tod“.
Begleitend zum „Braunschweig International Film Festival“ widmet sich das Museum für Photographie im Oktober und November dieser „Footage“-Fotografie. Und das gleich mit den Ansätzen dreier verschiedener Künstler. Klassisch die Arbeiten von Angelo Novi, der 30 Jahre als Fotograf an den Filmsets der bedeutendsten italienischen Regisseure seiner Zeit arbeitete (Bernardo Bertolucci, Sergio Leone, Pier Paolo Pasolini). Aus der Reportagefotografie kommend, setzte Novi seinen dokumentarischen Stil erstmals 1960 am Set für Roberto Rosselini ein. Sein Enkel Max Pietro Hoffmann zur Braunschweiger Ausstellung: „Mein Großvater begnügte sich nicht mit dem bloßen Abfotografieren der Filmbilder. Er erzählte trotz der gegebenen Realität am Set mit den Mitteln der Fotografie seine eigene Geschichte der szenischen Handlung.“ Berlusconi soll bewundernd zu ihm gesagt haben: „Hör auf Fotos zu schießen, die mich neidisch machen. Du stiehlst meine SchauspielerInnen, du stiehlst meine Sets, das Licht und die Kostüme, du stiehlst sogar meine Regie.“ Hunderttausendfach (und häufig schwarzweiß) erschienen seine Filmbilder in Zeitungen, auf Plakaten und in den Schaukästen, die es früher noch vor den Lichtspielhäusern gab – und verschwanden irgendwann im Bettkasten in seinem italienischen Heimatdorf. Dort haben die Erben sie nun geborgen.
TiG – Theater im Glashaus zeigt: Weltnachrichten
Weltneuheit „STEIN & MUSIK“ bei den MUSIKSCHÖPFUNGEN am 27.10.2017
Weltneuheit im Instrumentenbau und Welturaufführung: Der "Hammer" Steinbass.
Der erste komplett aus Stein gebaute Bass, wird bei den Musikschöpfungen am 27.10.2017 des Eiko e.V. zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt und zum Klingen gebracht. Der Erfinder und Erbauer, Gerhard Skrodzki, ist Steinmetz, Bildhauer, Maler und Musiker in einer Person, was liegt da näher als Stein und Musik zu verbinden. Das ist wahrer Rock & Roll.
Überglücklich erzählt Gerhard von den neuen Möglichkeiten der Steinverarbeitung, die nur eingeweihte gelehrte Steinmetze wissen können. Damals in den Sechzigern hatte schon mal jemand versucht einen Steinbass/-Gitarre zu bauen. Jedoch bestand der Hals damals noch aus Holz. Damals waren die technischen Möglichkeiten noch nicht soweit. 2017 ist es Gerhard nun gelungen dieses Instrument komplett aus Stein zu formen.
„Pinocchio – das Musical“ als Live-Erlebnis
"Pressemitteilung"
Theater Liberi bringt "Pinocchio – das Musical“ als Live-Erlebnis nach Braunschweig
Die lange Lügennase und sein liebenswerter Eigensinn machen ihn zur wohl berühmtesten Holzpuppe der Welt: In einer modernen Musical-Version verzaubert Pinocchios Geschichte in dieser Saison Kinder und Kindgebliebene ab vier Jahren. Das im deutschsprachigen Raum erfolgreiche Theater Liberi bringt den italienischen Klassiker über die sprechende Marionette auf ihrer Suche nach Menschlichkeit als Musical für die ganze Familie auf die Bühne. Pinocchios Wunsch, ein echter Junge aus Fleisch und Blut zu werden, treibt ihn dabei zu wundersamen Abenteuern. Der Vorhang hebt sich am Sonntag, dem 12. November 2017 um 15:00 Uhr in der Stadthalle in Braunschweig.
100 Jahre Oktoberrevolution
Eine Filmreihe im Universum Filmtheater vom 1. Oktober bis 26. November 2017
"Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte" (Karl Marx)
Mit einer vierteiligen Filmreihe erinnern wir an die Oktoberrevolution, die sich 2017 zum 100. Mal jährt. Zum abwechslungsreichen Programm der Reihe zählen Stumm-filmklassiker von Eisenstein, eine Dokumentation und als besonderes Highlight ein Live-Filmkonzert der Post Rock-Band We Stood Like Kings im Kinosaal.
Die Oktoberrevolution war für das 20. Jahrhundert "ein ebenso zentrales Ereignis, wie es die Französische Revolution von 1789 für das 19. Jahrhundert gewesen war", eine neue Weltordnung löste eine Welt ab, die ganz offensichtlich zum Unter-gang verdammt gewesen war (Eric Hobsbawm). Die von den kommunistischen Bol-schewiki angeführte gesellschaftliche Umwälzung brachte – zumindest für einen kurzen Zeitraum bis ca. 1929 - eine neue Ästhetik in den Künsten hervor, die auch die Filmsprache revolutionierte.
Für die radikale Erneuerung des Medium Films stehen stellvertretend Sergej Eisen-stein (1898 – 1948) und Dziga Wertow (1896 – 1954). Die Meisterwerke PANZER-KREUZER POTEMKIN und DER MANN MIT DER KAMERA sind bekannter, wir möchten aber die Gelegenheit bieten, drei selten aufgeführte Klassiker zu erleben, darunter ein Film mit Live-Musik im Kinosaal. Einen Blick aus Künstlerperspektive auf die Ereignisse von 1917 wagt die Filmemacherin Katrin Rothe in ihrem schön gestalteten, aktuellen Animationsfilm 1917 - DER WAHRE OKTOBER.



































