HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! 10 Jahre Atelier Sabine Hoppe
Die Bildhauerin Sabine Hoppe mit "Krieg der Sterne" als Widder und Zwilling, die miteinander kämpfen. Die Zwillingsfrau mit Doppelgesicht streckt extatisch ihr Bein in den Raum. Der Widder ist "konkret bei der Sache". Es scheint ein Liebsakt zu sein, von dem das Finale im Dunkeln liegt. Material: Bronze (Foto Heinke Maaßen)
Noch einmal ohne Sabine Hoppe auf einem coolen Mauerblock. Der lenkt nicht so ab. Foto: Uwe Meier
Sabine Hoppe rief, und Hunderte kamen. Freunde und Freundinnen, Käufer und Käuferinnen, Künstler und Künstlerinnen, Nachbarn vom Schimmelhof (z. B. von Thomas Hirche, vom KULT-Theater), der Vermieter, Nikolaus Schimmel und all die, die zufällig vorbei kamen.
Für das Essen hatte Regina Oestmann von Slow Food Braunschweig gesorgt. Nicht nur wegen der Sonne gab es fröhliche Gesichter. Schließlich steckt Sabine mit ihrem Lachen an. So blieb nichts anderes übrig als Gute Laune zu haben, und das ist für eine gelungene Party ohnehin unverzichtbar. (Foto Heinke Maaßen)
Gutes Essen gehört in Lehrpläne und Schulkantinen
Forderung der Gewerkschaft NGG Süd-Ost-Niedersachsen
Deutsch, Mathe, Bio – und demnächst auch Ernährung: Die Schulen in Braunschweig sollen ein neues Unterrichtsfach bekommen – „Gesunde Ernährung“. Geht es nach dem Willen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dann steht demnächst das „kleine Einmaleins des Essens“ auf dem Stundenplan. Schüler sollen im Unterricht mehr darüber erfahren, was in den Lebensmitteln ist. „Aber auch, was dahinter steckt: Wie die Tiefkühlpizza produziert wird. Welchen Nährwert Joghurt hat. Und wer mit welcher Technik Gummibärchen oder Schokolade herstellt“, sagt Manfred Tessmann.
Braunschweig und Region: Das kleine Entdecker-Buch von Axel Klingenberg
Kansas mal rückwärts: Melhus’ Dorothy aus WOB – Westhagen
Björn Melhus eröffnete seine Werkschau in der halle267 vor einem Video-Sternenhimmel. Foto: Klaus Knodt
Verstörend absurd, betörend grotesk: das muß Kunst sein. Was Björn Melhus seit „Trumps Geburtstag“ (welche Koinzidenz!) in der halle267 an der Hamburger Straße zeigt, zieht den Besucher/die Besucherin unweigerlich in den Bann. Zunächst ohne Sinn erscheinend, offenbaren seine Video-Installationen Tiefe, Denkraum und politisch-metabolischen Verstand. Und dabei bezieht Melhus sich auch noch auf ein amerikanisches Kinderbuch.
Das Handy war noch gar nicht erfunden: Melhus als „Dorothy“ mit grüner Pünktchenschleife. Repro: Klaus Knodt
An acht Stationen zeigt der HBK-Absolvent und Professor an der Kunsthochschule Kassel 6- bis 15-minütige Werke aus den Jahren 1991 bis 2016. „Meine Dorothy lebt in Sasnak, einer deutschen Vorstadt. Von dort geht sie in das Zauberland Oz.“ Wem die Kindermythologie des US-amerikanischen Massenkitschs weniger geläufig ist: Im „Zauberer von Oz“ helfen in einem hanebüchenen Plot ohne jegliche Handlungslogik zufällig erfundene Nebenfiguren der Akteurin Dorothy immer dann aus der Patsche, wenn jede Hoffnung der Protagonisten stirbt. (Story unter wikipedia.org/wiki/Der_Zauberer_von_Oz). Dass Melhus dieses Zitat ans Absurde über seine Ausstellung stellt (die „Oz“-Dorothy kam aus KANSAS, also SASNAK rückwärts gelesen), kommt nicht von ungefähr: Der Mann hat ein paar Jahre seines fröhlichen Leidens als Stipendiat in den USA verbringen müssen. „Ich habe ein halbes Jahr lang aus meinem Klofenster die Zwillingstürme in New York gesehen. Und dann waren sie für ein halbes Jahr weg.“ Sowas kann, aber muss nicht, auf junge Seelen verstörend wirken.
Buchbesprechung: Braunschweig im Bombenkrieg
Nur wenige Städte waren während des Zweiten Weltkriegs derart verheerenden Schäden durch Bombenangriffe ausgesetzt wie Braunschweig. Erschütternde, bisher weitgehend unveröffentlichte Aufnahmen zeigen die zu 90 Prozent zerstörte Altstadt mit ihren Kulturdenkmälern und Wohnquartieren und erinnern an das Leben in den Trümmern.
Der Bildband von Matthias Baer zeigt in eindrucksvollen Bildern die fast vollständige Zerstörung von Braunschweig und die Vernichtung der Innenstadt im zweiten Weltkrieg. Diese Fotos berühren auch Nichtbraunschweiger. Ganze Straßenzüge wurden zerstört und konnten nach dem Krieg nicht wieder rekonstruiert werden.
Das zehnte Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Braunschweig unter Stabführung von Srba Dinic endete mit stehenden...
Der Botanische Garten Braunschweig und seine „Grüne Schule“
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Victoria cruziana im neuen Gewächshaus des Botanischen Gartens in Braunschweig Foto Klaus Knodt
Für die Öffentlichkeit ist der Botanische Garten, nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt, die schönste Grünanlage Braunschweigs und ein hoch willkommenes „Fenster zur Natur“, wo man im Schatten alter Bäume wandeln oder sich in Gewächshäusern dem Zauber tropischer Vegetation hingeben kann. Ferner ist er ein Hort des Lernens und Verstehens - zumal in Zukunftsfragen.
Der Botanische Garten ist eine Landeseinrichtung, denn er gehört zur Forschungseinrichtung des Instituts für Pflanzenbiologie der TU Braunschweig.
Drei Schwerpunkte hat der Garten:
- Forschung und Lehre
- Artenschutz Der Braunschweiger Botanische Garten beherbergt zurzeit ca. 4.000 Pflanzenarten, das sind etwa 1,5 % der Weltflora.
- „Fenster zur Natur“: Den Besuchern wird die schönste und lehrreichste Grünanlage der Stadt nahe gebracht. Im Schatten alter Bäume, oft von Baumpaten gefördert, lässt es sich lernen und entspannen zugleich. Und wer mal Tropenfeeling braucht und wissen will wie unsere tropischen Kulturpflanzen im Original aussehen, kann es im Tropenhaus auf kleinem Raum erleben. Dort wachsen Zuckerrohr, Kaffee und Kakao (Text und Fotos Uwe Meier) und so nebenbei die Pflanze mit der größten Blume der Welt, der Titanenwurz (Amorphophallus titanum), übersetzt wörtlich etwa „unförmiger Riesenpenis“. Und die Pflanze mit den belastbarsten Blättern der Welt, die Victoria cruziana, die gigantische Seerose aus Amazonien.







































