Corona-Lockdown – ver.di sieht Arbeitgeber in der Pflicht

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Der erneute Lockdown stellt Beschäftigte vor viele Herausforderungen: Kinderbetreuung aufgrund geschlossener Kitas, Anforderungen an ein „Homeschooling“ bei Erwerbstätigkeit und schlechten technischen und didaktischen Voraussetzungen, Infektionsgefahren in öffentlichen Verkehrsmitteln und am Arbeitsplatz etc.

Vor diesem Hintergrund erwartet ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller, dass Betriebe und Verwaltungen im Dienstleistungsbereich zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um der Infektionsgefahr zu begegnen: „Es ist vernünftig, im privaten Bereich auf Distanz und möglichst wenige Kontakte zu achten. Das gilt für die Arbeitswelt aber auch!“

Vor diesem Hintergrund appelliert Wertmüller an die Arbeitgeber, alles zu tun, um Infektionen zu vermeiden. Betriebliche Maßnahmen sollten mit den Beschäftigten bzw. deren gewählten Vertreter/-innen, den Betriebs- und Personalräten vereinbart werden.

Exemplarisch weist ver.di dabei auf folgende Handlungsmöglichkeiten hin:

  • Homeoffice in größerem Umfang ermöglichen
  • Homeoffice technisch, ergonomisch und organisatorisch verbessern
  • Arbeit in getrennten Teams organisieren
  • maximale Flexibilität bei der Arbeitszeit zulassen
  • Bereitstellung kostenloser Masken für Beschäftigte
  • zusätzliche Pausen für Beschäftigte, die mit Mund- und Nasenschutz arbeiten müssen
  • regelmäßige Testangebote in der Arbeitszeit für Beschäftigte, die im Kontakt mit anderen Menschen arbeiten
  • Impfen in der Arbeitszeit ermöglichen

Vieles davon könne nur unter den jeweiligen betrieblichen Voraussetzungen gestaltet werden, aber das müsse jetzt geschehen. Wertmüller: „Dem Virus ist es egal, wo es sich verbreitet, im privaten Umfeld oder bei der Arbeit. Aber überall kann man etwas gegen die Verbreitung tun!“

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