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Helden erwachen

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Foto Soldatenfriedhof: pixabay

Von Monika Kauer – Hain

Eine kleine Ode an den Widerstand gegen den Kriegsdienst.

Es war schon immer ein abscheulicher Akt,

junge Menschen zum Wehrdienst zu zwingen.

Noch schlimmer als der Zwang ist der Versuch,

jugendliche Begeisterung fürs Töten zu gewinnen,

indem man ihnen Heldentum verspricht.

Die Heldenverheißung steht immer am Anfang.

Am Ende hält dieses Heldsein nicht.

Eine echte Heldin ist die Mutter, die Leben gebiert,

ein Schurke der Staatsmann, der junges Leben dazu verführt,

um andere zu töten selber zu sterben.

Heldenhaft ist es, das Leben zu schützen, vor dem, was uns tatsächlich bedroht.

In Feuer und Wasser, in Hitze und Flut.

Heldenhaft geht’s nicht zum Militär,

sondern zum THW, DRK, zur Feuerwehr,

ins Ehrenamt

oder auf die Straße im Widerstand,

im Streik gegen den Kriegsdienst und für die Natur,

ins Engagement für Organisationen,

die statt den Bonzen dem Leben dienen.

Wenn sie Euch dafür mit Sanktionen bedrohen,

dann soll Euch das eine Ehre sein!

Als Kriegsverbrecher endete mancher, der auszog, ein militärischer Held zu sein.

Die wahren Helden, die dem Krieg widerstehen, erkannte man erst im Nachhinein.

Aber wir könnten ja dieses Mal klüger sein und früher sehen,

wer wahrhaftig dem Leben dient und wo die echten Heldinnen und Helden stehen.

Ehre, wem Ehre gebührt:

Lieber zivil couragiert als militärisch dressiert.

Erstveröffentlichung im Overton-Magazin; Übernahme mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin

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