Vater Staat schläft

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Im März 2020 auf dem Großflughafen BER abgestellte Flugzeuge der Lufthansa. Foto: Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication

Von Pepe Egger in „der Freitag

Die Koalition rettet die Lufthansa mit sehr viel Geld und verzichtet auf Mitsprache. Das aber kann keine Option mehr sein

Wir können aufatmen: Der Staat darf die Lufthansa retten. In letzter Minute stimmte Großaktionär Heinz Hermann Thiele zu und ermöglichte es, dass die Steuerzahlenden der Fluglinie mithilfe eines KfW-Kredits in Höhe von 3 Milliarden Euro, einer „stillen Einlage“ von 5,7 Milliarden und mit dem Kauf von 20 Prozent der Aktien wieder auf die Beine helfen können. Das Ganze ist überlebenswichtig für den Kranich, der – zusammengestaucht von der Corona-Pandemie – darniederlag wie ein Kormoran im Ölteppich einer Tankerkatastrophe.

Der Staat wird also stiller Teilhaber der Lufthansa, ohne Mitsprache und ohne Vorgaben für die gerettete Airline: Mehr wollte man sich im Wirtschaftsministerium nicht erlauben. „Wir wollen nicht mehr Einfluss nehmen“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier. „Wir wissen, dass der Staat nicht der bessere Unternehmer ist.“

Was Altmaier damit meinte: Die Lufthansa sei ja eigentlich ein profitables Unternehmen und Aushängeschild deutschen Wirtschaftens, quasi der Mercedes der Lüfte, und völlig unverschuldet am Rande der Insolvenz, bloß wegen der Corona-Krise. Weiter

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