Tierproduktion: Dt. Ethikrat zur „Heuchelei“ von Politik und Rechtsprechung

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Schweinekopf. Foto: Uwe Meier

Und Gabriel mitten drin

Seit fast 50 Jahren warnen Fachleute davor, dass die Entwicklung der Fleischindustrie ein böses Ende nehmen wird. Nun scheint es so weit zu sein. Dass das so lange dauerte hat mehrere Gründe. Das Schmieren und Spenden für die Entscheidungsträger in der Politik ist sicher der wesentliche Grund. Dazu gehört auch als neuester Polit-Skandal die unappetitliche Vereinnahmung des Herrn Sigmar Gabriel (SPD) durch den Corona-Beschleuniger Tönnies. Noch nicht mal in der Krise, in der Millionen Menschen in höchste Schwierigkeiten kommen, ist es Gabriel peinlich sich die Taschen im Schweinesystem zu füllen. Aber im Grunde ist das skandalöse Verhalten des Herrn Gabriel zwar eine erhellende aber nur eine Kleinigkeit am Rande im Gesamtsystem über Regenwaldabholzung, Virus-Pandemieproblematik, Tötung Indigener, Sojaanbau, Gülle- und Antibiotikaproblematik, barbarische Tierquälerei und Nitrate im Grundwasser. Und das alles nachhaltig. Aber so ist das mit Krisen: Die einen werden krank und die anderen füllen sich die Taschen. Wie verwerflich ist denn das?

Dabei weiß es Gabriel sehr genau, was in der Tierproduktion und der Fleischindustrie los ist. Er sollte auch wissen, dass ein Dialog mit der Fleischindustrie nutzlos ist, um Grundlegendes zu ändern, wie Alexander Münchow von der Gewerkschaft NGG schreibt. Man muss auch nicht den Deutschen Ethikrat bemühen, um zu erfahren was richtig oder falsch ist. So hat der Dt. Ethikrat die „Heuchelei“ von Politik und Rechtsprechung im Umgang mit dem Tierwohl kürzlich massiv kritisiert. Noch nicht mal Recht und Gesetz werden eingehalten. Interview mit Prof. Steffen Augsberg, Staatsrechtler und Mitglied im Deutschen Ethikrat.

Corona scheint etwas grundlegend Klärendes für unsere kapitalistisch orientierten Gesellschaften zu haben.

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