Unsere Auguren: Wirtschaftsaussichten 2020 und 2021

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Fieberkurven der Börse Foto:Pixabay

Die Wirtschaftsaussichten Deutschlands nach den Angaben des Sondergutachtens des Sachverständigenrates:

Basiszenario
2020 – -2,8% 2021 – +3,7%

Risikozenario
2020 – -5,4% 2021 – +4,9%

Zum Vergleich die in China gemessenen Daten für die Monate Januar und Februar:

„In den ersten zwei Monaten sind der Mehrwert der großen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um 13,5 Prozent, der Produktionsindex des Dienstleistungssektors um 13 Prozent und das Gesamteinzelhandelsvolumen von Konsumgütern um 20,5 Prozent gesunken. .. Der Verbraucherpreisanstieg gegenüber dem Vormonat lag im Januar bei 1,4 Prozent und im Februar bei 0,8 Prozent.“ Radio China International

CRI sagt an anderer Stelle mit diesem Rückgang sei China gut davongekommen. Und sie würden ihre Wirtschaft wieder in den Griff bekommen

Hier die Kommentare bedeutender deutscher Medien zum Sachverständigenrat (Zusammenstellung der NachDenkSeiten vom 31.März):

  • Tagesschau 30. März 20:00 Uhr
    tagesschau.de/wirtschaft/wirtschaftsweisen-103.html
    „Im günstigsten Fall sinke das Bruttoinlandsprodukt um 2,8 Prozent – im schlimmsten um 5,4 Prozent.“
  • ZDF Heutejournal 30.3.2020
    zdf.de/nachrichten/heute-journal/sondergutachten-zur-wirtschaft-100.html
    „Die Wirtschaftsweisen haben in einem Sondergutachten ein Minus zwischen 2,8 und 5,4 Prozent beim Wirtschaftswachstum prognostiziert. Wie stark die Wirtschaft leidet, hängt letztlich davon ab, wie lange das Corona-Virus Deutschland im Würgegriff hält.“
  • SWR 30.3.2020
    swr.de/swraktuell/wirtschaft-corona-100.html
    Wirtschaftsweise erwarten wegen Corona Rezession
    „Sie haben dabei die Folgen verschiedener Szenarien berechnet. Im schlimmsten Fall erwarten sie einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 5,4 Prozent für das gesamte Jahr 2020. Sollten die Einschränkungen weniger lange dauern und sich die Wirtschaft schnell erholen, läge der Rückgang nach den Berechnungen bei 2,8 Prozent.“
  • Deutschlandfunk 30.3.2020
    deutschlandfunk.de/sachverstaendigenrat-deutsche-wirtschaft-wird-2020-wegen.1939.de.html?drn:news_id=1115668
    „Das Fachgremium hat einen Sonderbericht veröffentlicht. Darin gehen die Experten im besten Fall von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2,8 Prozent in diesem Jahr aus.“
  • Süddeutschen Zeitung 31. März 2020
    sueddeutsche.de/wirtschaft/konjunktur-hoffen-auf-das-v-1.4861870
    „Die Corona-Rezession wird die deutsche Wirtschaft mit Wucht treffen. Wie schlimm wird es? Der Sachverständigenrat hat verschiedene Szenarien berechnet.“ …
    „In seinem Sondergutachten hat sich der Sachverständigenrat mit diversen Szenarien beschäftigt, vieles deutet auf das V. Im Basisszenario, sagt Lars Feld, der Kopf des Sachverständigenrates, gebe es im zweiten Quartal einen ähnlichen Einbruch wie einst in den ersten drei Monaten des Jahres 2009, auf dem Höhepunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise. Um 2,8 Prozent könnte die Wirtschaft einbrechen, um aber im kommenden Jahr umso stärker zu wachsen: um 3,7 Prozent. “Ein ganz ordentliches und ausgeprägtes V”, sagt Feld, der erst seit diesem Monat dem Gremium vorsitzt. Bleibt die Wirtschaft länger heruntergefahren, werden Absturz und Erholung noch ausgeprägter. Auch ein “U” ist möglich, falls der akute Kampf gegen das Coronavirus sich über den Sommer hinzieht. Aber wer weiß heute, wie lange es dauert.“

Zahlen vom 31.3. 12:30 (Johns Hopkins University):

Die summierten Infizierten in Deutschland: 67.000

das sind je 1 Million Einwohner: 837

Die summierten Infizierten in China: 82.200

das sind je 1 Million Einwohner: 59

China hat übrigens zum heutigen Zeitpunkt nur noch 2700 Infizierte.

Kommentar:

Erfahrungen aus anderen Krisen zeigen: Wenn ein Land oder ein Unternehmen schnell aus der Krise herauskommt, sind die langfristigen Schäden gering und werden schnell aufgeholt, andernfalls sind sie teilweise bleibend. Die Erholung hängt entscheidend von der Dauer der Krise ab und ist keineswegs einfach zu berechnen, ganz besonders wenn grundlegende Zahlen dafür noch fehlen. Gute Wirtschaftshilfen, die der breiten Wirtschaft dienen, können die Krise abfedern.

– CRI „Radio China International“ ist für mich klassische Hofberichterstattung.

– Was sind dann aber unsere Medien?

Ich möchte mich hier einem Buchtitel anschliessen:

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