ACHTUNG! Geschäftemacher bedienen sich an den Krisen-Geldern der Gemeinschaft

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Tausendmarkschein Foto: Cosmix auf Pixabay

Die Wirtschaft benötigt dringend Hilfen, um diese schwierige Krise zu überwinden! Nur müssen die Gelder dort ankommen, wo wir sie haben wollen.

Geschäftemacher wollen sich an Krisen-Geldern bedienen: so der TUI-Konzern, der – wieder mal – ganz vorne dicke Beute wittert und aktuell einen Milliarden-Betrag aus jetzt angelaufenen Hilfspaketen beansprucht. In den 1980er Jahren hervorgegangen aus dem privatisierten Preussag-Stahl-Konzern und umgebaut zum Reise-Riesen TUI. Im Jahre 1989 verschaffte sich Preussag/TUI die treuhänderische Verfügung über den riesigen Immobilienbesitz der staatseigenen Stahlwerke Salzgitter-Peine AG incl. zig Tausender Wohnungnen vor allem im Raum Salzgitter. Das beschrieb damals der Spiegel: „… Kaufpreis von 2,44 Milliarden Mark, den die Preussag für die Salzgitter AG zahlen musste. Der umfangreiche Immobilienbesitz in Salzgitter und Kiel floss nur mit 440 Millionen Mark in den Kaufpreis ein. Tatsächlich hätten die Immobilien einen Verkehrswert von sechs Milliarden Mark, wurde damals schon im Haushaltsausschuß des Bundestags gemutmaßt.“ 0,44 Milliarden Mark statt 6 Milliarden Mark – eine satte Beute von rund 5,5 Milliarden DM für die einstigen Privatisierer des damaligen Staats-Konzerns. Merkwürdiges Geschachere auch und vor allem mithilfe der damaligen West LB, Genossen-Filz rund um den damaligen NRW-Ministerpräsidenten und späteren Bundespräsidenten Johannes Rau. Einblicke passierten rein zufällig nur deshalb, weil das einem der Manager über die Hutschnur ging.

Von diesem Raubzug der ersten neo-liberalen Privatisierungswelle hat sich die Salzgitter-Region – umweltgeschädigt auch Goslar-Oker-Harlingerode – bis heute nicht erholt. Rund um Oker/Harlingerode stahl sich Preussag/TUI obendrein aus der Verantwortung für riesige Umwelt-Desaster der einstigen Preussag-Bleiwerke, ein Thema, welches aktuell Klaus Marwede in Bad Harzburg umtreibt. Die Sanierung der vergifteten Gelände blieb bei der öffentlichen Hand hängen; die Umweltschäden schlagen ja gerade aktuell wieder hohe Wellen … aber die hohen Privatisierungsgewinne blieben bei den damals federführenden Banken hängen (Commerzbank, Dt.Bank, WestLB) – alles nachzulesen in dem im Jahre 2005 erschienenen Buch von Selenz „Wildwest auf der Chefetage“, München 2005.

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