„Bis ein Ort erinnert“ – Dokumentarfilm über die Auseinandersetzung um Erinnerungskultur in Braunschweig
Im Rahmen des 25. Jubiläums der Gedenkstätte Schillstraße entstand der Dokumentarfilm „Bis ein Ort erinnert“. Im Anschluss an
die Vorführung findet ein Filmgespräch statt mit: Sarah K. Becker (Regisseurin), Dr. Stina Barrenscheen-Loster (Leiterin Gedenkstätte Schillstraße) Prof. Dr. Anja Hesse (Kulturdezernentin), Paul Pockrandt (VVN-BdA), David Janzen (Rechtsextremismusexperte)
Mit dem Film widmet sich Regisseurin Sarah K. Becker einem lange verdrängten Kapitel der Braunschweiger Stadtgeschichte: dem ehemaligen KZ-Außenlager Schillstraße. Der 39-minütige Film erzählt von zivilgesellschaftlichem Protest, politischen Konflikten und dem langjährigen Ringen um einen angemessenen Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialismus.
Über Jahrzehnte blieb die Geschichte des KZ-Außenlagers Schillstraße nahezu unsichtbar. Das Gelände war überbaut, die Erinnerung verdrängt. Erst in den 1990er Jahren formierte sich öffentlicher Widerstand gegen dieses Schweigen. Bürger*inneninitiativen, antifaschistische Gruppen und engagierte Einzelpersonen forderten ein würdiges Gedenken an die ehemaligen Häftlinge und
stellten die Frage, warum dieser Ort so lange aus dem Stadtbild und dem kollektiven Bewusstsein
verschwinden konnte.
„Bis ein Ort erinnert“ macht deutlich, dass Erinnerung nicht selbstverständlich ist, sondern gesellschaftlich ausgehandelt wird. Der Film zeigt, wie die Konflikte schließlich zur Einrichtung der Gedenkstätte Schillstraße im Jahr 2000 führten – und warum die Frage nach einem angemessenen Gedenken bis heute aktuell bleibt.
Mitwirkende im Film sind unter anderem David Janzen, Georg Halupczok, Prof. Dr. Anja Hesse, Antje Kämpfe, Paul Pockrandt und Dr. Gerhard Wisocky.

















