SPD Mandatsträger veräppeln die Öffentlichkeit zu veolias Kraftwerksplänen

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Umweltminister Lies und Oberbürgermeister Markurth reden die Kraftwerks-Pläne der veolia-Tochter bs-energy schön.

„Ein Elektrodenkessel und ein Biomasselager“ … machen das Kraftwerk „fit“, so die verkürzte und irreführende Darstellung.

Aber was steckt dahinter?
Beim Elektrodenheizkessel werden große Strommengen, die aus einem langfristigen Liefervertrag mit dem Kohle- und Atomkraftwerkskonzern e.on stammen, zu Wärme umgewandelt.  Die Luft über Braunschweig bleibt dabei zwar sauber, aber, der von e.on gelieferte Strom stammt aus Kohlekraftwerken oder Atomkraftwerken. die Ökobilanz dieser Art Fernwärme-Herstellung ist also katastrophal. 

Mit der geplanten Biomasse-Verbrennung sieht es nicht besser aus.

Damit soll nach Auslaufen des noch aus der Hoffmann-Zeit stammenden e.on Strom-Liefervertrages ab 2026 die Fernwärme produziert werden. Das hat dann auch Folgen ganz direkt für die Braunschweiger Luft; denn hinter dem schön klingenden Begriff „Bio-Masse“ verbirgt sich Abfallholz, Sperrmüll bis hin zu giftigen Alt-Masten und Bahnschwellen, die dann im Heizkraftwerk Mitte an der Hamburger Str. verbrannt werden sollen. Noch laufen dazu Anfragen und Widersprüche von Einwendern, die auf echte Alternativen pochen oder zumindest bessere Zwischenlösungen z.B. mit einem weiteren Gas-Turbinen-Kraftwerk.

Für nähere Zusammenhänge zum Kraftwerksbau an der Uferstr./Hamburger Str.
http://www.bibs-fraktion.de/fileadmin/user_upload/Unser_Braunschweig21.pdf

1 KOMMENTAR

  1. Dass zwei hochrangige SPD-Politiker, die sich seit vielen Jahren kennen und aus einer Tasse trinken, gemeinsame Interessen haben, ist nur normal. Und sie helfen sich natürlich auch untereinander, wenn etwas durchgesetzt werden soll, wie z. B. das neue Konzept von BS-Energy. Wenn seit einigen Wochen Kritik am neuen Energiekonzept laut wird, weil möglicherweise giftige Emissionen entstehen, Atom- und Kohlestrom weiterhin verwendet wird, Massen an Altholz durch die Gegend gefahren wird und der LKW-Verkehr deutlich zunehmen dürfte, dann sind deutliche Nachfragen geradezu Pflicht.

    Zu viel hat uns Bürgern das Rathaus in den letzten 30 Jahren schon mit den Stadtwerken zugemutet. Einschließlich einer vermurksten Privatisierung mit entsprechender Gewinnabschöpfung für die Aktionäre an der Pariser Börse.

    Der Rat hat die Pflicht die Verwaltung zu kontrollieren. Wenn er das nicht tut , ist das Pflichtvergessenheit und führt zu den Problemen, die wir schon so oft erlebt haben.

    Als Zeuge, dass zukünftig in Braunschweig BS-Energy, auf einem guten Weg ist und umweltbewusst handelt, ist der Umweltminister Olaf Lies (SPD) nicht geeignet. Dafür sind die SPD-Bindungen zu eng und dafür hat er zu den Umweltproblem fast nichts gesagt. Die entscheidende Frage ist, gibt es für die neuen Konzepte eine umfassende belastbare Umweltbilanz, einschließlich eine belastbare CO2-Emissionsanalyse? Und wird diese der Öffentlichkeit vorgestellt, bevor Entscheidungen getroffen werden.

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