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Von Claudine Nierth

Die Erderwärmung soll auf maximal 1,5 Grad begrenzt werden. So sieht es das Pariser Klimaabkommen vor, so hat es sich Deutschland vorgenommen. Aber was heißt das konkret? Wie kann das gehen? Welche Weichenstellungen sind nötig? Was heißt das für unseren Alltag? Und wie schnell geht das überhaupt?

Mit dem Handbuch Klimaschutz legt Mehr Demokratie e.V. zusammen mit BürgerBegehren Klimaschutz e.V. eine Zusammenfassung des relevanten Klima-Wissens für Deutschland vor. Mehr als 300 wissenschaftliche Studien und 200 weitere Texte hat ein Team von sechs Autorinnen und Autoren rund um Karl-Martin Hentschel zusammengetragen. Das wurde so aufbereitet und von hervorragenden Illustrationen begleitet, dass es jede und jeder Interessierte verstehen und so mitreden kann.

Das Ringen um die Klimafrage ist nicht einfach. Das Thema „Klima“ polarisiert. Es gibt einen Widerspruch zwischen Klimaschutz und Alltagsinteressen, zwischen ökologisch und wirtschaftlich Sinnvollem, zwischen Notwendigem und Gewohntem. Wir alle kennen diese Widersprüche, spüren sie vielleicht selbst.

Wir, die ganze Gesellschaft, müssen Wege finden, die Erderwärmung einzudämmen, ohne dass dabei viele Menschen mit ihren Interessen auf der Strecke bleiben. „Die Klimakrise ist kein Umwelt- sondern ein Gesellschaftsproblem“, sagt Maja Göpel, die Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen.

Je genauer Politik, Zivilgesellschaft und Bürgerinnen und Bürger wissen, wovon sie reden, desto greifbarer werden politische Lösungen. Mit dem Handbuch Klimaschutz stehen nun alle Möglichkeiten offen, die politische Debatte zu führen und zu einem wirksamen Klimaschutz zu finden – zum Beispiel durch Bürger- und Volksbegehren oder mit Bürgerräten auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene.

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