Buntes Braunschweig Teil 2: Der Affenfelsen

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»Wir machen uns die Welt, widde widde wie sie uns gefällt!« (Pippi Langstrumpf)

In der Reihe „Buntes Braunschweig“ veröffentlicht der Braunschweig-Spiegel in loser Folge Ideen, welche das Leben in der Stadt bunter und lebenswerter machen. Jeder ist herzlich eingeladen, sich mit Ideen und Vorschlägen zu beteiligen und diese an die Redaktion zu senden.

In der zweiten Folge veröffentlichen wir eine weitere Idee von B.E.R.N.D., der Braunschweiger EntwicklungsRunde Neues Denken, über eine mögliche Umgestaltung des Studentenwohnheims „Affenfelsen“.

Das Problem:

Anlass unserer Analyse war ein Blogbeitrag eines finnischen Studenten, der seinen Angehörigen und Freunden seinen neuen Wohnort zeigt, den so genannten Affenfelsen. Das Bild ist von einer erschreckenden Trostlosigkeit.

So präsentiert sich Braunschweig in der Welt …

Der Affenfelsen ist eines der zentralsten Gebäude in Braunschweig. Egal ob man über den Ring fährt oder von der Autobahnabfahrt Hamburger Straße in Richtung Stadt, der Affenfelsen ist für jeden sichtbar. Die rund 850 Wohnheimplätze werden von Studenten aus mehr als 60 Ländern bewohnt; man kann den Affenfelsen also auch als ein lokal-globales Dorf betrachten. Viele Braunschweiger und besonders die Bewohner des Gebäudes beschreiben das Aussehen jedoch als grau, trist und wenig ansprechend. Dies liegt nicht an der architektonisch in vielerlei Hinsicht interessanten Gestaltung, sondern an dem Farbton des Gebäudes, der eher an eine militärische Kaserne als an ein multikulturelles Studentenwohnheim erinnert. Auch aus psychologischer Sicht ist eine neue Gestaltung wünschenswert: Der Affenfelsen ist das Gebäude mit den zweitmeisten Selbstmorden in Braunschweig.

Ein weiteres Ärgernis

Am Affenfelsen war bis vor wenigen Jahren eine kleine Werbefläche, an der Banner vom Internationalen Filmfest Braunschweig und den New Yorker Phantoms hingen. Die Einnahmen dieser Werbung wurden vom Studentenwerk verwendet, um die Integration ausländischer Studieren zu fördern. Die Werbefläche wurde jedoch von der Stadtverwaltung untersagt, so dass zum einen der Affenfelsen weniger bunt ist, zum anderen diese Integrationsförderung weggefallen ist.

Untersagtes Werbebanner

Unsere Idee:

Wir wünschen uns, dass die Stadt Braunschweig eine Neugestaltung der Außenfassade des Wohnheims aktiv unterstützt.

Dafür soll eine regionale Ausschreibung gemacht werden, bei der derjenige Entwurf verwendet werden soll, welcher die drei folgenden Ansprüche am besten erfüllt:

  • Die Gestaltung soll die besondere Architektur des Gebäudes betonen.
  • Der Entwurf soll multikulturelle Bezüge haben, um den Bewohnern vom Affenfelsen gerecht zu werden.
  • Der Entwurf soll auch für Braunschweiger eine Möglichkeit zur Identifikation bieten.

Weiterhin empfehlen wir auch eine Neugestaltung der Flure des Hauses, da diese dunkel und wenig einladend wirken. Dies ist auch notwendig, um die gefühlte Sicherheit besonders der weiblichen Bewohner zu erhöhen. Warme Farben und fest installierte Kunstwerke zum Beispiel von Studenten der HbK könnten dem Gebäude einen einzigartigen Charme verleihen.

In Zusammenarbeit mit dem Büro für Migrationsfragen soll ein Konzept entwickelt werden, um den Affenfelsen aufzuwerten. Dieses Konzept kann zum Beispiel Konzerte und Lesungen im Monkey Island beinhalten oder auch Feste für die Bewohner und Nachbarn des Affenfelsens.

Außerdem wünschen wir uns, dass eine kleine Fläche am Affenfelsen für Werbung aus Kultur und Sport freigegeben wird. Die Einnahmen dieser Werbung sollen für die Integration ausländischer Studierender verwendet werden.

Fazit:

Der Affenfelsen hat das Potential, wie das Rizzi-Haus für Braunschweig in der Welt zu werben. Wir wünschen uns, dass Braunschweigs Politiker möglichst schnell die Bedeutung dieses multikulturellen Dorfes im Herzen der Stadt verstehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um den Affenfelsen zu einem Beispiel für gelebte Stadtkultur zu machen.

Eine Welt für sich: Der Affenfelsen

Lesen Sie auch:

Buntes Braunschweig Teil 1: Der City-Point

 


Kommentare   
 
0 #1 Katharina Kittel 2012-02-16 15:31
Das Kluge Köpfe Team von der Region Braunschweig, freut sich über soviel Initiative auch nach den Workshops. Nur so kann Braunschweig und Region schöner und freundlicher gestaltet werden. Danke B.E.R.N.D.
 
 

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